Ferientagebuch Südosten der USA von Karin Houriet & Thomas Friedli, erlebt vom 14. März bis 1. April 2005 |
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14. März 2005 |
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Unser heutiger Flug in die USA verlief so problemlos, dass er kaum die Rede wert wäre, wäre uns nicht etwas gelungen, was der Traum eines jeden Schweizer Skifahrers ist! Wir haben uns nämlich beide vor Bodie Miller plaziert! Doch alles der Reihe nach! Um halb sechs ging es zu Hause los! BLS und SBB fuhren heute lobenswert pünktlich, so dass wir sogar etwas zu früh am Flughafen waren. So gehörten wir jedoch zu den ersten, die einchecken durften und auf mein freundliches Nachfragen gab es sogar ein "Upgrade"! Da beim Eimchecken drei Bündel Slalomstangen lagen, machte witzelte ich mit Karin noch, dass wir evtl. mit "Boudi" fliegen können! Dies machte Karin jedoch überhaupt keinen Eindruck. Nach dem Einsteigen realisierte ich dann sehr schnell, welche Leistung wir da vollbrachten! Dank dem Upgrade wurden wir direkt vor "Boudi" plaziert!! Wann hat es dies zum letzten mal gegeben? Zwei Schweizer vor Bodie Miller! Karin machte dies weiterhin keinen Eindruck, bis sich herausstellte, dass sie gar nicht weiss, wer Bodie Miller ist! Für alle, welchen es gleich ergehen sollte: Bodie Miller hat gerade gestern den Gesamtweltcup im Skifahren gewonnen! Der Pilot der United Airlines kannte dafür sogar Millers Fahrstil und lies sich entsprechend von diesem auch inspierieren. So landeten wir beim Landeanflug neben dem Blick aufs Weisse Haus auch noch eine kleine Achterbahnfahrt geniessen und waren dennoch mehr als eine halbe Stunde früher am Ziel! Die Zollformalitäten gingen dann auch recht flott vorüber, nachdem sie die Fingerabdrücke und ein Foto von uns beiden hatten, wurde wir ins Land gelassen! |
Nachdem wir dann auch unser Auto übernommen hatten, ging es ab in Richtung Süden! Washington und Maryland hatten wir nach einem längeren Stau (Rushhour) bald einmal hinter uns gelassen und fuhren weiter bis nach Richemond (Virginia), wo wir uns für die erste Nacht ein Zimmer in einem Motel nahmen. | |
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Mit dem Sonnenaufgang sind wir heute voller Tatendrang (Thomas) oder noch müde von der gestrigen langen Reise (Karin) losgefahren.. Randbemerkung von Karin: Es war 5.30 Uhr als Thomas alle Anstalten machte, den Tag zu beginnen...dies ist ja gut und recht...aber nach einem 23 Stunden dauernden Reisetag (durch die Zeitverschiebung),, hätte ICH mir etwas mehr Schlaf gegönnt. ;-)! Nun, Thomas ist der Chauffeur. So übergebe ich nun wieder meiner besseren Hälfte das Wort ;-): Von Richmond aus ging es auf dem Interstate 64 in Richtung Williamsburg und Virginia Beach und von dort weiter auf die Outher Banks.
Die Outher Banks bestehen aus einigen, zum Teil nur wenige Dutzend Meter breite, schmalen, langezogenen Inseln, die rund 20-50 Kilometer der Küste von North Carolina vorgelagert sind. Und diese Inseln verfügen über traumhafte und unendlich lange Sandstrände! So lange die Sandstrände auch sind, so menschenleer sind sie auch, zumindest um diese Jahreszeit! Die vereinzelten Dörfer und Städtchen, welche touristisch sehr stark erschlossen sind, lassen darauf deuten, dass hier im Hochsommer wesentlich mehr los sein wird! Wir genossen es, den Stränden entlang zu laufen. Karin war dabei immer wieder von den in den verschiedensten Farben schimmernden Muscheln begeistert.
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Neben den Sandstränden sind die Outher Banks auch für Ihre Leuchttürme bekannt. Zwei davon haben wir besucht. In Frisco hatten wir dann unseren Zeltplatz gefunden. Dass unser zugewiesener Platz direkt am Wasser lag, genossen wir sehr, auch wenn es baden doch einiges zu kalt war. Dass auf der anderen Seite des Wassers Aligatoren badeten, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht...
Da die Temparaturen nach Sonnenuntergang schnell unter dem Gefrierpunkt lagen, genossen wir nach dem selber gekochten Abendessen einen Grusselfilm im "Autokino". Danach krochen wir schnell in unsere Schlafsäcke, wo wir (für diese Temparaturen) eine erstaunlich erholsame Nacht verbringen konnten. |
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Heute morgen standen wir sehr früh (etwas nach fünf Uhr) auf. Auch Karin hatte heute keinerlei Bedenken zu äussern. Sie war doch sehr froh, schon bald in das sich schnell erwärmende Auto steigen zu können. Der klare Himmel hatte sich über die Nacht bedeckt, es blieb aber glücklicherweise trocken.
Dank dem frühen Aufstehen konnten wir um sieben die Fähre von Hatteras nach Ocracoke nehmen. Dann weiter nach Cedar Island, östlich von Jacksonville. |
Unterdessen hatte es auch mit Regnen begonnen. Dieser teilweise sehr starke Regen blieb uns dann für eineinhalb Tage sehr treu. Natürlich liessen wir uns einen Abstecher nach New Bern nicht nehmen! Für einige Jahrzehnte war New Bern die Haupstadt von North Carolina, weshalb die Stadt über einen alten Stadtteil verfügt. Leider haben wir jedoch keine Lauben gefunden, so dass uns die Stadtbesichtigung im Regen nicht sehr viel Spass machte und uns deshalb sehr kurz hielten!
Scfhon bald gings weiter nach Süden auf dem I-95 nach Fayetteville, wo wir uns eine trockene und warme Unterkunft gönnten. Das heisst kein zelten, sondern eine erholsame Nacht im Motel war angesagt. |
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Als es heute morgen regnete und die Temparaturen immer noch um den Nullpunkt lagen, war für uns klar, dass dieser Tag vor allem zwei Ziele haben wird: Erstens möglichst weit in den Süden vorzudringen und zweitens die amerikanische Wirtschaft durch unsere Shoppingtouren anzukurbeln! Heute abend dürfen wir sagen, dass wir beide Ziele vollumfänglich erreicht haben! North Carolina hatten wir schnell einmal hinter uns gelassen und auch in South Carolina und Georgia hielten wir nur an, um zu tanken, zu essen oder in einem Wal Mart einzukaufen. Der Regen blieb uns erhalten, die kühlen Temparaturen auch. Am Strassenrand sahen wir jedoch, wie wir uns dem Frühling näherten. Zuerst nur vereinzelte, dann immer wie häufiger sahen wir ausschlagende und blühende Bäume! |
Sobald wir dann die Grenze zu Florida überquert hatten, sahen wir überall Menschen in kurzen Shorts! Dies war für uns doch etwas überraschend, da sich die Temparaturen immer noch so um den Nullpunkt bewegten. Bald merkten wir, dass es bei diesen Menschen um Touristen aus den nördlichen Staaten handelte, die für das Spring Break Weekend nach Florida reisten! Wir reisten noch etwas weiter gegen Süden bis nach St. Augustine. Hier übrenachteten wir einerseits, anderseits hat es hier auch mehrere Outlet-Stores, welche durch uns rege besucht wurden! Vor lauter Einkaufen vergassen wir, Fotos zu schiessen! Somit können wir weder von den 6 Liter Glacékübeln noch von den risiegen Chips- und Süssigkeitenregale Bilder zeigen! |
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Früh wach, ein Blick aus dem Fenster...bewölkt-nass, liess unser gestecktes Reiseziel bald erneuern. Statt ins Landesinnere vorzudringen, zog es uns weiter in den Süden Floridas. Ungefähr auf Höhe von Daytona Beach lichtete sich dann der Himmel und bald zeigte sich, weshalb Florida als der "Sunshine State" bezeichnet wird! Die Fahrt ging anschliessend noch etwas weiter bis zum Jonathan Dickinson State Park.
Der Jonathan Dickinson State Park wurde diesen Januar durch einen Hurikan teilweise zerstört, dass heisst, ein Campingplatz wurde weitgehend dem Erdboden gleich gemacht. Die restlichen Auswirkungen des Hurrikans werden nicht als Zerstörung betrachtet, da ein Hurrikan als etwas "natürliches" für Florida angesehen wird. Somit werden die Stürme wie auch Wald- und Buschbrände vielmher als Chance für andere Pflanzen- und Tierarten angesehen! Obwohl es schon mitten am Nachmittag war, beschlossen wir uns, noch einen der höchsten Erhebungen in Südflorida zu besteigen, den Hobe Mountain (er heisst wirklich so!)! Was nach einer grösseren Anstrengung tönt, war in Tat und Wahrheit sehr einfach, da der "Berg" nur ca. 25m hoch ist... Für einen Ausblick auf die umliegende Gegen sollte es aber dennoch reichen!
Beim Aufstieg begegneten wir auch zum ersten Mal in Florida Reptilien. Als erstes trafen wir auf Echsen (oder Chamaeleon), welche sehr schnell ihre Farbe ändern konnten. |
Die Echsen beschäftigten uns noch eine Weile, doch bald schon sahen wir den ersten Alligator und kurz darauf noch vier weitere! Zuerst waren wir natürlich riesig begeistert, einen Aligator zu sehen! Später kamen dann auch einige krtische Gedanken auf, den so weit war unser Zeltplatz nicht entfernt und unweit vom Zeltplatz hatte es auch noch einige Tümpel....
Wir wagten es natürlich trotzdem, unser Zelt aufzustellen und wurden bald mit einem kitschigen Sonnenuntergang überrascht. Anschliessend genossen wir unser selber gekochtes Nachtessen und dass es noch lange angenehm warm geblieben ist! |
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Ruhigen Blutes nahmen wir das nun viel gemütlichere Tempo in Kauf; mit der Gewissheit, dass ein reservierter Zeltplatz auf uns wartet. Die Fahrt entlang den Keys dauerte dann noch ca. drei Stunden bis wir staunend im Bahia Honda State Park ankamen und uns der reservierte Zeltplatz zugewiesen wurde.
So verbrachten wir nach dem Aufstellen des Zeltes, wobei wir bereits eine geregelte Arbeitsaufteilung haben, einen gemütlichen Nachmittag mit spielen, lesen, die Sonne geniessen oder dann bald den Schatten da es an der Sonne nicht lange erträglich war...und natürlich ein "Schwumm" im türkis-blauen, ganz klaren Wasser war ein Muss. Während des Spielens begann es nebenann im Gebüsch zu Rascheln. Meist waren dies Vögel, doch diesmal glaubte ich zuerst eine Riesenschnecke zu sehen. Als das Tier aber wohl durcfh ein Geräusch von uns erschrak, wendete es sich und die Schnecke hatte (auf einmal) Beine und Klammern!
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So wurde es auch schon bald wieder Abend - die Tage vergehen im "Wusch". Und so war Kochen angesagt, natürlich wiederum auf dem Gaskocher. Auch hier geht es uns immer wie einfacher...wie man verschiedene Zutaten zubereiten kann mit nur einer Gasflamme, damit beim Servieren dann alles Gar und warm ist... Als wir heute Abend beim Nachtessen waren, raschelte es plötzlich im nahen Gebüsch und bald darauf stand ein Bär vor uns! Dieser liess sich jedoch von uns nicht stören und verschwand bald darauf wieder im Gebüsch. Und da es sich um einen WaschBÄR handelte, liessen auch wir uns nicht aus der Ruhe bringen! Im Verlauf des abends schauten noch drei weitere Waschbären vorbei. Beim Vierten musste dann Karin noch um unseren Abfall kämpfen!
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Wie immer beim Zelten, sind wir morgens früh wach und fühlen uns richtig ausgeruht. Die Temperaturen sind hier auch wirklich ideal, für diese Art von Unterkunft!Heute haben wir es aber nicht eilig mit zusammenpacken und wir sind uns einig, den Morgen noch hier geniessen zu wollen in aller Gemütlichkeit.
Gemütlich frühstückten wir und genossen dabei die Bilder womit uns Mutter Natur tagtäglich verwöhnt. Es begann schon mit dem Sonnenaufgang... Das Frühstück stellt sich zudammen aus VOLLKORN-Toastbrot, halbflüssiger Butter- den Kühlschrank haben wir Zuhause vergessen ;-), Erdnussbutter, wenn es mal etwas mastiger sein darf, Schmelzkäse, Milch, O-Saft,...
Nochmals den Stran genossen, kundschafteten wir noch das andere Ende dieses State Parks aus...
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So gegen Mittag setzten wir uns dann ins Auto und fuhren von den Keys wieder aufs "Festland". Auf der anderen Spur - Gegenrichtung herrschte Stau von all denen die das sehen wollten, was wir gestern und heute genossen haben. Bald fragten wir uns, aufgrund der langen, langen Stauschlange, wieviele wohl ohne Unterkunft wieder zurückfahren müssten... Wir waren uns unseres Glücks nach-wie-vor voll bewusst. Nun gings aber ab in die Everglades. Dort hat Thomas, mein Organisator, gerade für zwei Nächte auf dem Zeltplatz im Nationalpark reserviert. Während der Autofahrt musste ich noch Pflichtlekture konsultieren, um eine kleine Ahnung über die Everglades zu haben - was uns dort erwartet. Bald wurde mir bewusst, dass wir dort zwischen Fleischfressendem/ blutgierigem Getier leben werden, ganz verschiedenster Art und ich überlegte mir schon, ob ich dort wohl alleine eine Runde joggen könnte? Thomas spasste, so ein Panther hinter mir, gäbe mir bestimmt einen besonderen Energieschub... Unterwegs gabs einen Zwischenhalt wieder mal in einem Wal Mart, einem rieseigen Einkaufsladen...
Wegen der starken Sonne und unserem damit verbundenen Bedürfnis, etwas mehr Schatten zu haben, haben wir heute gross eingekauft! Nun müssen wir uns mit unserem Zeltchen nicht mehr verstecken! Nun haben wir neben dem Zelt auch noch ein Sonnendach (und vielleicht auch einmal ein Regendach)! Am späteren Nachmittag, so zwischen fünf und sechs waren wir nun wieder am Zelt aufstellen. Auch hier - zwar nicht am Meer gelegen, haben wir eine gemütliche Ecke ergattert. Erstmals kam dann auch unser Sonnendach zum Einsatz, worauf wir mächtig dankbar sind bei dieser Hitze. Mit dem ersten blutgierigen Getier machten wir wenige Minuten nach dem Aussteigen aus dem Auto Bekanntschaft...Moskitos! Gut nahmen wir nebst dem Kauf eines Sonnendachs noch einen Insektrenspray....der wirkte! Diese Viecher fanden aber schnell mal eine Stelle, die wir mit Sprayen ausgelassen haben. So wurde das Einsprayedn eine mehrmals tägliche, gegenseitige Zeremonie... Wir genossen dann eine ganz gemütlich-romantische Abendstimmung beim Kochen mit Zikadengezirpe. |
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Heute morgen machten wir uns auf, den Park und seine Bewohner zu erkunden! Nach dem wir gestern abend unser Schlaflied von Grillen vorgespielt bekammen, hat uns schon am frühen Morgen ein anderer Teil der Bewohner mit schönen Gesängen oder auch seltsamen Tönen begrüsst. Kaum zu glauben, wie seltsam und auch laut Vögel klingen können! Bei Tagesanbruch haben wir dann auch gesehen, dass diese Vögel nicht nur akkustisch sehr unterscheiden, sondern auch bezüglich ihrer Grösse und Farben(vielfalt). Als wir bei unserer Tour schon sehr schnell auf einen Alligator getroffen sind, glaubten wir, dass unser frühes Aufstehen schon belohnt worden ist. Ausgiebig versuchten wir deshalb, dieses Tier aus allen möglichen Perspektiven zu fotografieren. Bald einmal stellten wir jedoch fest, dass es kaum ein freies Plätzchen an den Ufern der Gewässer gibt! Überall hatte es wieder Alligatoren. Der Höhepunkt waren elf Tiere, welche auf kleinstem Platz nebeneinander oder teilweise auch übereinander lagen!
Später haben wir dann erfahren, weshalb so viele Tiere auf einem Raum liegen. Momentan ist hier "Trockenzeit", weshalb sich die Gewässer und somit auch die Tiere auf tiefere Becken zurückziehen. Mit der im April durch häufige Gewitter beginnenden Regenzeit, werden wieder viel weitere Gebiete des Parks überflutet und somit werden sich die Fische und die davon lebenden Vögel und andere Raubtiere verteilen!
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Die Anzahl und Vielfalt der Tiere, die in diesem Park frei herumlaufen, spottet so manchem Zoo! Wir haben heute sicherlich weit mehr als 50 Alligatoren gesehen, welche alle frei herumlaufen, bzw. faul an den Gewässerrändern liegen oder im besten Fall sich langsam und gemütlich durch das Wasser treiben lassen! Dass diese Tiere allerdings auch sehr aggressiv sein können, zeigt sich jeweils, wenn ein junger Alligator den "Andock"-Platz eines älteren Tieres streitig machen will! Alligatoren und Panther scheinen jedoch bei weitem nicht die gefährlichsten Tiere in diesem Park zu sein, halten diese sich doch bis jetzt von uns fern! Was man von den Moskitos jedoch leider nicht behaupten kann. So tragen wir nun morgendlich bevor wir zum Zelt hinaus gehen nicht nur Sonnencreme auf, sondern nebeln uns nun auch noch mit Insektenspray ein! Wenigstens hilft dieser jedoch und der Geruch ist auch noch erträglich!
Neben den vielen Tieren hat der Everglades Nationalpark auch bezüglich der Landschaft und der Pflanzenwelt etwas zu bieten. Zumindest für uns Schweizer!
So sehr wir den Aufenthalt hier geniessen, so sehr sehnten wir uns heute Nachmittag nach einem kühlen Gletscher! Es wurde richtig heiss und feucht (Luftfeuchtigkeit von 84%), sodass wir es das Beste fanden, eine angemessene Siesta einzulegen, welche nun schon bis in den Abend geht. Aber wir haben ja schliesslich Ferien!!!
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Am Hafen besuchen wir den Souvenirshop/ Nahrungsmittelladen und decken uns ein erstes mal mit etwas Flüssigem ein. Keine Ahnung, weshalb wir schwitzen, vom nichts tun...? Natürlich ist es die Luftfeuchtigkeit, die Thomas den Schweiss austreibt. Nach einer rechten Portion Flüssigkeitzufuhr und doch noch einem Gang zur Toilette gehts dann los aufs Boot.
Ach wie schön, wir ergattern doch wirklich noch einen Sonneplatz! ;-) Das Schiff ist vollständig besetzt und der Kommentator macht uns vor dem Auslaufen noch auf all die Gefahren aufmerksam. Danach gehts los. Schon nach kurzer Zeit erblicken wir die ersten Krokodile...oder sind es nun Alligatoren? Uns wir der Unterschried auch gleich erklärt: Alligatoren leben im Süsswasser, Krokodile hingegen im Salzwasser.
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Doch nun nochmals die selbe Strecke mit dem Kanu abpaddeln wollen wir nicht und so hoffen wir fest, in unseren amerikanischen Ferien andernorts die Gelegenheit zu haben, gemeinsam im selben "Boot" zu sitzen.
Die Bootsfahrt war dank dem Wind, trotz der brennenden Sonne erfrischend. Kaum wieder auf dem Festland, bekommen wir die Luftfeuchtigkeit erneut zu spüren und nach längerem hin- und - her beschliessen wir ins Auto zu sitzen, dieses anständig zu kühlen und etwas nordwärts zu fahren, in der Hoffnung auf angenehmeres "Wetter"
Gemütlich und etwas abseits auf Nebenstrassen fuhren wir so nordwärts in Richtung Miami. So hatten wir Gelegenheit, die (Land) -Wirtschaft dieser Gegend etwas näher kennen zu lernen. So fuhren wir an unzähligen riesigen Gärtnereien und Baumschulen sowie riesigen Erdbeeren-, Tomaten und anderen Gemüsefeldern vorbei. Nebenbei haben wir es uns nicht nehmen lassen, uns an einem der vielen "Farmmarkets" einen frischen Erdbeershake servieren zu lassen. Was uns hier aber doch etwas überraschte, war das relativ hohe Preisniveau der angebotenen Frischprodukte. |
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Heute morgen genossen wir es, mitten in Miami noch etwas an den den Pool zu sitzen und die etwas trockenere Luft zu geniessen. Gegen Mittag ging es dann auf der fast 100 kilometerlangen und schnurgeraden"Tamina-Road" westwärts. Beim Nordosteingang des Everglades Nationalparkes "Observation Tower" machten wir einen längeren Spaziergang, wo wir einige Aligatoren zu Gesicht bekamen...diesmal auch ganz junge, man könnte meinen sie seien erst vor einigen Stunden geschlüpft. Ich fragte mich, wie fest diese kleinen und doch irgendwie noch "härzigen" Tierchen wohl schon zubeissen könnten!? Auch im Big Cypress National Reserve machten wir einige ausgedehnte Stopps. Hier beeindruckten uns vor allem die Zypressen. Denn Aligatoren sahen wir ja schon zu genüge...
Unser heutiges Ziel war eigentlich Everglades City, beim Nordeingang des Everglades Nationalparks. Doch als wir in Everglades City waren, waren wir recht enttäuscht, wirkt dieser Ort doch sehr kommerzialisiert. Hauptsächliches Ziel in Everglades City scheinen Airboot-Rides, andere Bootsfahrten und Fischen zu sein. Nichts, auf was wir noch Lust gehabt hätten. Deshalb verliessen wir diesen Ort wieder und fuhren weiter Richtung Nordwesten. Unser neues Ziel: Collier Seminole State Park, fast an der Westküste bei "Marco". Kaum verliessen wir den Everglades Park definitiv, verdunkelte sich der Himmel innert weniger Minuten und kurz darauf erlebten wir das erste Gewitter. Als wir beim Collier Seminole State Park angekommen waren, war das Gewitter bereits vorüber, weshalb wir frohen Muttes unser Zelt aufbauten.
Beim Nachtessen kam dann das zweite Gewitter. Solange man im Trockenen sitzt und liegt, was bei uns zur Zeit noch der Fall ist, kann ein Gewitter und Regen auch beim Campen seine schöne Seiten haben. Trotzdem stellen wir uns momentan die bange Frage: Wie lange wird es bei uns noch trocken sein???
Einen Nachteil hat der Regen aber auf alle Fälle: Die Moskitos sind noch viel aggressiver geworden, so dass unser Spray definitiv nichts mehr bewirkt! Vereinzelt liest man, dass die Moskitos hier auch eine Krankheit verbreiten können. Da wir diese Krankheit aber nicht kennen, beunruhigt uns dies nur marginal.... |
In einem Aufenthaltsraum, der uns Camnper zur Verfügung gestellt wird, verbringen wir den Abend (wie immer) mit Fotos des verloffenen Tages bestaunen und einigen Spielen, sowie Karten (Karin) schreiben und lesen (Thomas).
Als wir uns dann aufmachen zu unserem Zelt, um uns ein paar Stunden Schlaf zu gönnen, hat es wiederum aufgehört zu regnen, worauf wir gut gestimmt unser "Zuhause" ansteuern.
Während der Nacht begann es dann böhenartig zu winden und Thomas fragte mich, als wir mitten in der Nacht wach lagen, ob das Sonnen-/ Regendach wohl noch steht... Ich war hell wach und es machte mir nichts aus, aus dem Schlafsack zu kriechen, den Zeltreissverschluss zu öffnen und einen Blick nach draussen zu werfen. Beruhigend konnte ich Thomas versichern, dass noch alles an seinem Platz steht. Mit meinem Rückzug ins Zelt schleppte ich einige Moskitos in unsere vier Wände, was wir dann im Verlaufe der restlichen Nacht an unseren Körpern zu spüren bekamen...
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Heute morgen ist der Himmel verhangen , das Wetter aber trocken. Trotzdem treibt uns etwas ins Auto, um dort drin zu Frühstücken. Meine Fussknöchel (Karin) erwachten heute Morgen ganz verstochen, da es in der Nacht so schwül war, dass ich mich nicht zudeckte. Ich hatte für heute bereits am Morgen genug von diesen stechenden Biestern, von denen natürlich auch Thomas nicht verschont blieb. So wurde dann im Auto wiederum eine Lagebesprechung durchgeführt und wir fanden es doch recht schade, diesen Statepark unbesichtigt hinter uns zu lassen, denn die weitverzweigten Fluss- und Sumpflandschaften, die wir gestern vor dem Gewitter sahen, waren doch wunderschön! Da uns der Mückenspray gestern Abend ausging, war dies heute die nächste Tat. Mit einer vollen Dose Insektenspray machten wir uns dann auf eine Wanderung, die uns von der Rangerin empfohlen wurde. Sie betonte aber, dass wir unbedingt Mückenspray mitnehemn sollen. Auch ich habe mich inzwischen mit diesem mehrmals-täglichen Hauch von Chemie, den ich über mich zischen lasse, abgefunden, wenn dies nur die Moskitos abhält! Dann gingen wir los, doch bevor wir die Wanderung antreten durften, hatten wir ein Formular auszufüllen mit den Personalien unserer nächsten Verwandten - falls ein Alligator noch nicht gefrühstückt hätte.
Unsere Wanderung war aber dann recht kurz ausgefallen. Da unser hochprozentiger Spray auch nicht die Moskitoschwärme ankam, bzw. diese sogar in die Nasenlöcher krochen, machten wir bald einmal eine 180°-Drehung. Jedes von uns wurde beim Wandern von einem Schwarm von Moskitos am Rücken verfolgt. Zwei Stunden so unterwegs zu sein war uns unvorstellbar und alles andere als ein Vergnügen. So meldeten wir uns wiederum bei der Rangerin, dass wir bereits zurück sind und beschlossen dann, ins Auto zu sitzen, um ein Stück weiter der Westküste entlang Richtung Norden Florida auszukundschaften. |
So fuhren wir bei "Naples" vorbei auf dem 75-er Freeway , vorbei bei einer Meereszunge vom Golf von Mexiko ins Landesinnere...es kamen dort bei Port Charlotte Geschichten auf, dies sei ein Ausläufer des Lake Okeechobee, worüber wir noch während den genzen Ferien schmunzeln werden. Das Wetter, naja, zeigte sich nicht von der freundlichsten Seite - es war schwül und bewölkt und so waren wir uns einig, einen rechten Happen nordwärts bis "Ocala" zum "Rainbow Spring States Park" zu fahren. Es war bereits gegen sechs Uhr als wir diesen Park erreichten und an diesem Abend mussten wir erstmals die Erfahrung machen, dass ein Ranger uns zum Weiterfahren bat, da der Park total ausgbucht war. Er zeigte sich aber hilfsbereit und erklärte uns welche Route wir zu fahren haben, um an den nächstgelegenen fünf Campingplätzen vorbeizukommen. Beim Ersten klappte es dann auch gleich und wir schnappten uns ein lauschiges Plätzchen. Ich entschloss mich, kaum angekommen, eine Runde joggen zu gehen. Oftmals reitzte es micht nicht dazu, da die Luftfeuchtigkeit zu hoch war, es regnete oder es keine geeignete Strecke an unserem "Übernachtungsort" zum Joggen gab. Ich schaffte es mit müh und Not eine halbe Stunde alleine durch den Wald zu joggen, irgendwie hatte ich in den letzten Tagen zu viel von Schwarzbären gelesen und gehört, was mir ein mulmiges Gefühl im Bauch hochkommen liess....
Zurück beim Campingplatz, hatte Thomas bereits das Zelt und Sonnendach aufgestellt. Ich bin für die Innenausstattung verantwortlich - das Auslegen der verschiedenen Mätteli und Schlafsäcke... Es folgte wiederum ein gemütlicher und trockener Abend, was uns zum Schluss brachte, wohl die morgige Nacht auch noch hier zu verbringen. Aber erst mal gehts nun schlafen. |
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Herrlich geschlafen standen wir bezeiten auf und machten uns zum nächsten Infozentrum, wo wir Unterlagen über Wanderstrecken und Kayak/ Canoe sammeln. Die Wetterprognosen wurden von uns bereits eingehend studiert. Momentan ist es trocken und es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es auch so bleibt. So entschliessen wir uns zu einem Kanuabenteuer im "Lake Griffin State Park". Vier Stunden Kannufahrt wird angepriesen! Es wird aber auch betont, dass Tiere auf uns lauern werden und Kannuerfahrung unbedingt erforderlich ist. So stehen wir nun im Park und inspitzieren erstmals das Gewässer - ob wir uns da aussetzen wollen. Die Bilder, die wir hier zu Augen bekommen sind traumhaft! Seichtes Wasser, etwas mehr als knöcheltief, Efeus entlang den Ufern, ein hölzernes Mühlerad das seine dunklen Holzbretter im Wasser schwenkt,...
Wir informieren uns weiter und es packt uns immer wie mehr. Nach einem Kurzfilm mit einigen Hinweisen, sind wir dann dabei. Das Wetter immer noch trocken - jedoch bewölkt, lässt nichts Schlimmes erahnen.
Thomas hat einige Kannuerfahrung - ich keine. So bitte ich Thomas, nun sein alltägliches Kommunikationsmuster etwas zu verändern und jeweils Ratschläge und Tipps zu geben. Dies beginnt beim Einsteigen in unsere blecherne Nussschale - natürlich mit Schwimmweste.
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Nun konnte es also losgehen! Ein gemütlicher Wasserstrom zog uns von alleine voran...ganz langsam. So bekam ich von Thomas einige Instruktionen übers Steuern des Kannus, die ich im Verlaufe unserer Fahrt eingehend üben konnte. Der Himmel verdunkelte sich nach - und nach und wir gleiteten an Zypressen, moosüberwucherten Baummstämmen - üppiger Vegetation vorbei. Die Fahrt dauerte dann auch knappe vier Stunden, wobei die Letzte bei sehr starkem Regen ausgesetzt "genossen" wurde. Gut hatte ich das Steuern nun im Griff, Thomas - er sass hinten, fand für seinen Sonnenhut eine neue Verwendung - nämlich Wasser aus dem Kanu zu schöpfen... Regnete es doch aus Kübeln. Aber dies hatte auch einen Vorteil: Falls wir gekentert wären, wären wir nicht noch zusätzlich nass geworden! Trotz den Regengüssen war dies doch ein wunderschönes Abenteuer!
So verliefen diese vier Stunden recht abenteuerlich und wir stiegen durchtrieft aus unserem Boot, von wo wir schlotternd mit einem Shuttlebus wieder an den Startort zu unserem Auto geführt wurden. Eines war in diesem Moment klar: Heute gönnen wir uns ein Essen in einem trockenen, wamen Restaurant! Wir genehmigten uns eine Pizza und verbrachten den Abend mit "lädele", bis wir uns dann im Zelt verkrochen und den Schlaf in der feucht-nassen Nacht (aber immer noch trockenem Zelt) suchten.
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Das Zelt blieb glücklicherweise auch die ganze Nacht über dicht! Und am Morgen als wir aufstanden, stoppte sogar der Regen. Da die Prognosen jedoch für heute ebenfalls wieder Gewitter meldeten, packten wir zusammen und fuhren auf dem I-75 nordwärts weiter. Zuerst kamen wir trotz der vielen Gewitter recht schnell voran, plötzlich, kurz nach der Kreuzung mit dem I-10, verlangsamte sich das Tempo der anderen Autos drastisch und sehr viele Autos fuhren auf die nächste Raststätte. Wir führten dies darauf zurück, dass es unterdessen nicht mehr regnete, sondern einfach Sturzbäche niederprasselten und fuhren langsam weiter. Bald wurde es dann aber stockdunkel und wir fuhren noch ungefähr im Schritttempo. Am Abend im Hotel realisierten wir dann, dass wir in einen Tornado geraten waren...
Nach der Grenzüberquerung zu Georgia hellte das Wetter etwas auf und weitere zwei Stunden später schien zu unserer Freude die Sonne wieder. Da wir unserem Tagesziel, die Nähe von Atlanta, schon recht nahe gekommen waren. Legten wir nun öfters eine Pause sein, um etwas zu besichtigen oder zu besuchen. So machten wir einen längeren Stadtrundgang durch Perry, wo noch viele ältere Häuser aus der Zeit des Bürgerkrieges oder kurz danach stehen. Wobei "älter" hier sowieso relativ zu sehen ist. Eggiwil hat bestimmt mehr ältere und besser erhaltene Häuser. Trotzdem macht niemand Werbung dafür! Georgia ist der Staat der Pfirsiche. Und da wir das Glück hatten, gerade zur Pfirsichblütenzeit durch Georgia zu fahren, liessen wir es uns natürlich nicht nehmen, in der Nähe von Perry eine Pfirsichfarm zu besichtigen. Frische Pfirsiche gab es natürlich keine, aber ganz herrliches Pfirsich-Eis! |
Bis wir dann nach Atlanta kamen, waren wir recht müde und es begann auch schon zu dunkeln. Und da wir beide keine grossen Freunde der amerikanischen Grossstädte sind, zogen wir es vor, gleich durch Atlanta durchzufahren und uns ein Motel in der Nähe der Great Smokie Mountains zu suchen! Unser Ziel war schlussendlich Gainesville GA.
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| Die heutigen Erlebnisse sind kurz erzählt! Das Wetter zeigte sich von der feuchten Seite, weshalb sich unser Unternehmensgeist in Schranken hielt. So genossen wir es, am Morgen auszuschlafen, am Mittag Chinesisch Essen zu gehen, uns auzuruhen und die Pläne für die nächten Tage zu genissen! | ||
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Frisch ausgeruht machten wir und heute Morgen erwartungsfroh auf den Weg in den Great Smokie Mountains Nationalpark. Dieser ist der meistbesuchte Nationalpark der USA und dementsprechend hatten wir nach den wunderschönen Erlebnissen in Everglades Nationalpark hohe Erwartungen! Aber als bisher einziger Nationalpark, denn ich (Thomas) bisher gesehen und besucht hatte, wird im Great Smokie Mountains Nationalpark kein Eintritt (in der Regel zwischen 5 und 20 US $) verlangt. Schnell wurde uns bewusst, dass dies wohl der Grund ist, das der Great Smokie Mountains Nationalpark der bestbesuchte Park ist.
Neben der Natur (die Landschaft gleicht so ziemlich dem Emmental oder Jura) thematisiert dieser Park vor allem auch die Lebensweise im 19. Jahrhundert. So sind unter anderem auch einige alte Mühlen zu besichtigen. Da die Smokie Mountains sehr niederschlagsreich sind, gibt es dementsprechend viele Bäche und Flüsse, welche zum Betreiben der Mühlen genutzt werden. Aus Sicht der Vegetation waren wir ein paar Wochen zu früh, vereinzelt blühen zwar schon Bäume und einzelne schlagen auch schon aus, die meisten sind aber noch laublos. So zeigen sich Wälder und Natur teilweise recht trist. Doch ist es auch ein für unser Auge ungewohnter Anblick, diese riesigen Laubwälder! Als wir dann die Passstrasse über die Smokie Mountains hinauffuhren begann es langsam zu tröpfeln und bald - flöckelte es weiss vom Himmel! Und vor wenigen Tagen waren wir noch in den Tropen! |
Auf der anderen Seite des Parkes, wieder unten im Tal oder in der Ebene wollten wir uns einen Zeltplatz suchen. Doch dieser Nationalpark vermittelt irgendwie eine andere Stimmung. Deshalb - und auch wegen der kühlfeuchten Witterung - fuhren wir weiter und wollten uns in Pigeon Forge ein Motel suchen. Kaum trafen wir in diesem Städtchen an, traf uns fast der Schlag: Kilbi pur - eine Art Mini Las Vegas! Motel an Restaurant an Cart-Bahn an Motel, etc. Aufgrund des grossen Motelangebotes und weil momentan nicht Saison ist, konnten wir uns locker eine Whirlpool-Suite leisten! Diesen genossen wir sehr und nach einem erholsamen Bad erkundeten wir das Städtchen etwas aus und besuchten dabei unter anderem einen riesen Quiltladen! Auch sonst gab es jede Menge Handarbeitsläden. Darunter war aber auch sehr viel Kitsch. Zum Essen passten wir uns ganz der Gegend an und genossen zum Abendessen jede Menge Pancakes!!!
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Ich (Karin) hatte eine sehr schlafarme Nacht. So um 2 Uhr erwachte ich und es juckte mich an Armen und Beinen. Zuerst glaubte ich an Ungezifer im Bett. Machte mich auf zur Toilette und erkundete meinen Körper, ob an den Juckenden Stellen etwas zu sehen ist. Grosse rote "Pflatschen". Zurück im Bett fragte mich Thomas, ob alles in Ordung sei und ich erzählte ihm mein Befinden. Am liebsten hätte ich das Licht angezündet, um zu sehen was da unter der Bettdecke "lebt". Als aber Thomas keinerlei Beschwerden äusserte, musste ich diesen Gedanken vernichten und versuchen weiterzuschlafen. Erfolglos wälzte ich mich im Bett bis am Morgen und als Erstes gings ab in die Apotheke. Dort wusste niemand, was ich haben könnte, man empfahl mir aber eine Korthisonsalbe und Tabletten gegen Allergische reaktionen. Korthison ohne Rezept! Nach einer grossen Portion Pancakes ging es zurück in den Great Smokie Mountains Nationalpark. Unser Ziel: Eine Wanderung zu einem der vielen angepriesenen Wasserfälle! Mit unserem Ziel waren wir nicht alleine. Bei weitem nicht! Statt einer einsamen Wanderung durch eine unberührte Natur entsprach dies viel eher einer Radiowanderung!
Statt die Natur zu bewundern und geniessen kamen wir dafür in den Genuss, unsere Mitwanderer und vor allem auch deren Ausrüstung zu beobachten, was sicherlich nicht minder interessant war! Da gab es einige, die die doch rund vier Stunden lange Wanderung in Badeschlarpen in Angriff nahmen, während andere ausgerüstet waren, als würden Sie eine Polarexpidition in Angriff nehmen. Mir, Karin wurde erst auf halber Strecke bewusst, auf was ich mich eingelassen habe. Hätte ich von vornherein gewusst, dass es vier Stunden zu wandern gibt, hätte ich wehement abgewehrt, aufgrund meiner grossen Müdigkeit. - Nicht etwa, weil ich nicht gerne wandern würde. ;-)
Bei den Rainbow-Falls angekommen, kam doch der schöne Wasserfall. Thomas machte sich drauf und dran, einige Bilder davon zu schiessen. Wasserfälle sind neuerdings seine Spezialität. Danach gings auch schon bald wieder retour Richtung Auto. Ich war froh...aber ich bereute auch keinen Schritt den ich gemacht habe, denn die Natur bot unseren Augen wie auch Nase wiederum einiges!
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Nach unserer längeren Wanderung verliessen wir den Nationalpark und fuhren weiter westwärts durch Tenessee und später Virginia, wobei wir Dollywood sehr gerne liegen liessen. Bald kam es uns vor, als würden wir durch die 60er Jahre fahren! Irgendwie schien die Zeit hier stehen geblieben zu sein und die Gegen erinnerte uns an Hollywood-Filme aus diesen Jahren. Die Gegend ist sehr ländlich, grössere Ortschaften haben wir kaum angetroffen und vor allem waren überall immer wieder verlassene Farmen anzutreffen. Auch wenn dies einen etwas traurigen Beigeschmack hinterliess, genossen wir es, im Radio einen Sender mit Musik aus den 60er und 70er Jahren zu suchen und uns in diese Zeit versetzen zu lassen. Die Gegend mit ihren vielen Hügeln, kleinen Seen hatte es uns sehr angetan!
Heute werden wir ein letztes mal zelten. Ich, Karin, sehne mich nach einer erholsamen Nacht. Wer mich gut kennt, weiss was Schlafmangel für ein Gift für mich ist. Ein langes Schwanken herrschte, ob wir ins Motel gehen oder irgendwo auf einem Campingplatz zelten werden. Wir hatten Bedenken, dass das Zelt noch vom letzten Gebrauch nass ist. Thomas kämpfte, wie ich später feststellte mit dem Gedanken, mir nun doch eine erholsame Nacht im Motel zu gewähren...da wir uns aber bewusst waren, dass es ja immer näher Washington-wärts ging, und die Wetterprognose auch wieder etwas mehr Feuchtigkeit für die nächsten Tage versprach, montierten wir letztendlich unser Zelt in der Dunkelheit auf dem Hungry Mother State Park in Marion.
Es war ein spezieller Zeltplatz - der uns auf besondere Weise forderte. Wir mussten unser Zelt auf einem Bretterboden aufstellen. Ein grosses Rätsel war uns, wie denn das Aussenzelt mit den Heringen fixiert wird. Da dies sowieso noch nass war, beschlossen wir nur im Innenzelt zu nächtigen, eingemummt in alle Schlafsäcke, die wir bei uns hatten. |
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Nach einer durchzogenen Nacht, was den Schlaf meinerseits anbelangt - Thomas hat herrlich geschlafen, standen wir früh auf. Ich sehnte mich nach einem warmen Bett, hatte ich doch die ganze Nacht gegen kalte Füsse gekämpft und den Schlaf nicht gefunden.
Zuerst kam die Idee auf, wir könnten uns nochmals eine Kanufahrt zu Gemüte führen, da auf diesem Zeltplatz derlei Angebote herrschten. Nach eingehender Abschäzung um wieviele Ecken der See oder besser das Seelein wohl gehen könnte, war es dann doch eher ein Nasenwasser im Vergleich was wir bereits für Gewässer befahren haben.
So setzen wir uns bald ins Auto und fuhren eine rechte Strecke Nordostwärts. Ich klappte kaum im Auto, den Sitz nach hinten und versank in kürzester Zeit in teifem Schlaf.
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Hier, im Shenandoah Nationalpark, kochten wir zum letzten mal - ganz bewusst - mit unserem Gaskocher. Es gab Kartoffelstock mit Jägersauce. Einfach, aber der Genuss war gross. Danach gings auf eine Wanderung entlang des Appalachian Trail, die uns wiederum zu einem Wasserfall führen sollte. Durch kahlen Laubwald liefen wir und ich genoss wohl erstmals diese Stimmung. - Vermittelte dieser doch trotz oder gerade wegen der Kahlheit etwas Ruhiges, für mich Geheimnisvolles. Geheimnisvoll wurde es dann erst recht, als wir liefen und liefen und liefen und der Wasserfall wollte und wollte nicht kommen. Schon fast hätten wir den Rückweg eingeschlagen, als wir plötzlich ein Rauschen hörten, was uns weiter vorantrieb und die Unsicherheit sich im Nu verflüchtigte. Doch als wir um die nächste Ecke liefen, war die Verwunderung gross! Wir hörten doch einen Bach rauschen?!? Aber weit und breit war nirgends einer zu sehen? Wi wir dann feststellten, verlief der Bach unterirdisch! Einige Minuten später erblickten wir dann aber die Lewis Falls.
Thomas ging noch näher zum Wasserfall, währenddem ich mir ein kurzes Nickerchen an der Sonne gönnte. Bald war er zurück -zu bald ;-) und ich fragte ihn, ob er einige Fotos gemacht habe, so gab ich mich für einmal zufrieden, den Wasserfall auch noch Abends auf dem Laptop eingehender betrachten zu können.
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Heute stand eigentlich Washington D.C. auf unserem Programm! Doch entgegen der Prognosen war der Himmel verhangen. Trotzdem machten wir uns auf den Weg. Doch bald merkten wir, dass uns eigentlich gar nicht in Stimmung waren für ein Sightseeing. So entschlossen wir uns kurzerhand, heute noch ein letztes Mal in den USA shoppen zu gehen. So besuchten wir in Leesburg nochmals einige grosse Malls und Outlet Centers.
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Auch in Winchester unternahmen wir noch einen längeren Stadtbummel. Die historische Innenstadt wirkte aber ziemlich ausgestorben. Zurück im Motel räumten wir das Auto mit dem Ziel leer, unser ganzes Gepäck auf die vier Koffern zu verteilen. Zu unserer Verwunderung stellten wir dann bald fest, dass entgegen unserer Erwartungen noch etwas freier Platz vorhanden ist. Also gingen wir noch einmal einkaufen... |
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Zu unserem Abschied begrüsste uns das Wetter heute mit strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel! Bald hatten wir unsere Koffer eingeladen und aufgrund des schönen Wetters wählten wir den US 50 für die Fahrt zum Flughafen. Der US 50 ist keinesfalls die schnellste Verbindung zwischen Winchester und Washington, aber er führt durch landschaftlich schöne Gegenden mit alten und verträumten Städtchen. In Stadtnähe sind dann auch viele Pferderanchen und herrschaftliche Häuser zu bewundern.
Trotz der gemütlichen Fahrt, waren wir schon gegen 11 Uhr am Flughafen, wo wir unser Gepäck ohne Probleme einchecken konnten. Der erste Stein viel mir (Thomas) vom Herzen: Bei allen vier Gepäckstücken wurde die Gewichtslimite von 70 Pfund (32 Kilo) eingehalten und dass zwei unserer Koffer die Normgrösse überschritten, wurde auch nicht bemängelt. Nach dem Einchecken wollten wir uns doch noch die Hauptstadt etwas genauer anschauen! Aus den vielen US-Spielfilmen bei welchen immer wieder die Hauptstadt gezeigt werden, hatte ich (Thomas) relativ hohe Erwartungen an die Hauptstadt. |
Problemlos kamen wir mitten in der Haupstadt an und fanden auch relativ schnell einen Parkplatz. Relativ deshalb, weil sich schnell einmal herausstellte, dass sich nicht nur in Bern (bis vor zwei Jahren) vor dem Bundehaus ein Parkplatz befindet, sondern auch in Washington. Nur in ganz anderen Dimensionen! Deshalb waren wir dann auch recht enttäuscht von der Hauptstadt. So beschränkten wir unseren Bummel auf das Washington Monument, das Weisse Haus so wie das Kapitol. Beim Weissen Haus wollten wir im Visitor Center benutzten wir noch kurz die Toiletten und konnten uns hier schon auf unseren Flug einstellen! So dachten wir jedenfalls! Im nachhinein stellte sich dann heraus, dass die Personenkontrollen am Flughafen wesentlich larscher sind als bei den öffentlichen Toiletten in der Nähe des Weissen Hauses! So werden also in den USA die Prioritäten gesetzt!
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