Reisetagebuch Madeira mit Bildern von Karin Houriet & Thomas Friedli, erlebt vom 26. Februar bis 5. März 2005 |
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11. Februar 2005 |
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22. Februar 2005 |
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26. Februar 2005 |
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Der Flieger, welcher uns nach Lissabon fliegen sollte, hatte sich jedoch verflogen (oder konnte er infolge eines Wolkenbruchs über Lissabon nicht pünktlich starten?), so dass wir genügend Zeit hatten, den Flughafen Kloten zu inspizieren, bevor es dann endlich südwärts ging! Hier am Flughafen konnten wir nun auch noch eine Landkarte von Madeira kaufen.
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Ohne weitere Verzögerungen erreichten wir dann Madeira. Auch der Abholdienst klappte einwandfrei! Mit dem Mercedes ging es dann Richtung Hotel! Schon schnell stellten wir fest, dass es in Madeira nur zwei Arten von Strassen gibt. Solche, die steil hinauf und solche, die steil hinuntergehen. Gut, ab und zu gibt es auch flache Stücke, dies sind dann Tunnels oder Brücken! Auf der Fahrt zum Hotel erlebten wir dann auch den ersten Wolkenbruch. Schnell stellten wir fest, dass wir uns nie werden ärgern müssen, weil wir den Regenschutz vergessen haben. Das regnet hier so stark, dass man innert kürzester Zeit mit oder ohne Regenschutz nass wird! Die Hoteleinfahrt liess unsere Herzen dann aber höher schlagen! Wir scheinen wirklich ein Klasse-Hotel erwischt zu haben! Mehr dazu gibt es morgen! Ein Bild unseres Zimmers sei aber bereits heute zu sehen!
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27. Februar 2005 |
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ab zum Frühstücksbuffet, wo wir beide schon seit gestern Abend gespannt darauf sind. Schnell stellen wir fest: Gut sind wir sieben Tage hier, denn heute können wir unmöglich alles degustieren! Wir sitzen nun hier also in einer Art Salon mit klassischer Hintergrundmusik, mit der Thomas eher etwas Mühe hat und ich rakkere mich mit all meinem Besteck ab. Ich gebe zu, total überfordert zu sein. Bei einem Menue mag es ja noch zu meistern sein, mit zwei Gabeln und zwei Messer... Aber was mache ich bei einem Zmorge mit drei Messer, zwei Gabeln und drei Löffeln, in der Grösse natürlch variierend, was mich noch mehr verwirrt. ;-) Nun ich habe sieben Tage Zeit, irgend einen logischen Ablauf meiner Hilsmittel herauszufinden. Weitere Inspektionen folgen nach dem ausgezeichneten Frühstück und einer Verdauungspause schon bald: Der Fitnessraum und das Bad stehen auf dem Programm. Viele verschiedene Geräte stehen da; etwa 6 Stück. Thomas testet alles aus und ich als totale Laufbandgegnerin stürze mich aufs...Laufband. Nun ja, es muss doch |
Nach dem Lauf- und Kraftrmachten wir einen Schwumm im lauwarmen Nass und genossen danach in vollen Zügen, ganz für uns alleine und ohne Schlange-stehen, das wohltuende Sprudelbad. Das Wetter ist seither unverändert. Kurz zeigte sich die Sonne und es hörte auf zu regnen. Die Zeit reichte nicht um uns für draussen klarzumachen, schon kam eine neue Regenfront. So werden wir wohl diesen angebrochenen Nachmittag mit lesen, spielen, stricken, Musik hören und natürlich Homepage aktualisieren, was uns wirklich Spass macht, verbringen.
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28. Februar 2005 |
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Normalerweise gibt es in Madeira an zwei Tagen im Jahr Schnee, ansonsten ist es auch im Winter kaum einmal unter 18° kalt. Seit ein paar wenigen Jahren haben sich jedoch im Zuge der Klimaerwärmung die Winde verändert. Doch einen so nassen und kalten Frühling soll es noch nie gegeben haben! Sogar Ende Februar hat es noch einmal Schnee gegeben!
Doch wie gesagt, konnten wir heute einen sonnigen Tag geniessen, auch wenn die Temparaturen noch nicht gerade zum Baden eingeladen haben, aber die Queksilbersäule erreichte doch stolze 17,5°C!... Rund die Hälfte der Einwohner von Madeira (ca. 280'000) leben in Funchal der Haupstadt der Insel, welche zu Portugal gehört. Somit herrschte in der Stadt recht viel Betrieb in den oftmals sehr engen Gassen! Nun sind wir also hier in der Hauptstadt und wir sind nun wirklich keine Stadtmenschen...was stellen wir an? Nach eingehendem studieren des Wanderführers auf einem sonnigen Bänkchen am Hafen, fanden wir dann eine nicht - allzuweit enfernte Levada - Wanderung. Kurz nachdem wir uns für diesen Ausflug entschlossen haben, wurde unser Vorhaben durch einige heranziehende dunkelgraue Wolken bereits wieder verworfen. So machten wir hier an der Promenade einige Schritte und studierten hie-und-da Plakate, was den Touris zu horrent - teuren Preisen so angeboten wird.
Wir erinnerten uns doch im Flieger vom sehenswerten Gemüse- und Früchtemarkt gelesen zu haben, der darin als sehr sehenswert beschrieben wurde. So hatten wir bereits ein neues Ziel vor Augen und machten uns auf, auf die Suche zur Markthalle. Einem Apfelkauf konnte ich (= Karin) natürlich nicht widerstehen! ;-) |
Aufgrund des feuchten und warmen Klimas ist die Insel ein sehr grünes Paradies! Bei vielen Pflanzen, zum Beispiel Bananen, sind zwei Ernten möglich! Dies erzählte uns der Buschauffeur, als er uns am ersten Abend zum Hotel fuhr. Allgemein erleben wir das Volk als sehr auskunftsfreudig...stolz beginnen sie sofort über "ihre" Insel zu schwärmen, wozu sie auch allen Grund haben! Nun ja, auch der Markt ist mal gesehen und wir bekommen genug von den vielen Leuten...es zieht uns wieder ins Grüne. Beim Bummeln an der Hafenpromenade entdeckten wir mitten in der Stadt ein Seilbähnchen welches inmitten der Stadt startet und nun auch uns hinauf zum "Monte Palace Tropical Garden" gondelte. Nach einer sehr, sehr gemütlichen Seilbahnfahrt (für seilbahnerfahrene Schweizer wie wir es sind), kamen wir nach ca. 15 min. oben an. Der Himmel hat sich wieder mal verdunkelt, was uns inzwischen weniger frustriert als am ersten Ferientag, da wir inzwischen gelernt haben: Ein Regenguss ist auf Madeira nicht von langer Dauer. :-)
Nebst der Blumenpracht im Botanischen Garten gibt es dort weiter ein Gesteinmuseum zu besichtigen. All die Gesteine die auf Madeira vorkommen sind hier ausgestellt - fast so reichhaltig wie die Flora scheint es auf deser Insel auch im Innern des Felsens zu sein (Bilder siehe in der Diashow).
Weil Madeira sehr gebirgig ist und es kaum ein flaches Stück Land gibt, werden nicht nur die Häuser in den Berg gebaut, sondern wo immer möglich Terassen zur Bepflanzung angelegt. Viehzucht oder Getreideanbau ist unter solchen Umständen kaum möglich auch können keine Maschinen eingesetzt werden. Deshalb werden vor allem Gemüse, Weinreben und allerlei Früchte angebaut. P.S.: Um jeglichen Spekulationen und Fragen ein Ende zu setzen: Wir haben weder geheiratet, noch sind wir auf Hochzeitsreise, noch wäre etwas entsprechendes geplant! Wir geniessen einfach unsere Ferien und haben eher zufällig ein 5*-Hotel gebucht!!! |
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1. März 2005 |
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Als wir heute morgen aufstanden, herrschte wunderschönes Wetter, kein Wölkchen war am Himmel zu sehen. Voller Tatendrang assen wir unser Frühstück und freuten uns auf die bevorstehenden Touren in unserem Mietauto! Als erstes wollten wir dieLevada - Wanderung (bei Rabacal) zu den 25 Quellen unternehmen. Bei Sonnenschein waren wir gestartet und dass wir in den Bergen Wolken sahen, hat uns nicht weiter beunruhigt, ist dies doch fast der Normalfall in Madeira. So fuhren wir die engen Serpentinen mit oftmals über 20% Steigung zum Encumeada-Pass hinauf. Ab 1500m kamen wir dann fast ohne Vorwarnung ins Schneegestöber. Schneeräumungsmaschinen scheint es auf Madeira keine zu geben
und so fuhren wir schnell einmal durch 20cm Neuschnee. Und dies mit Sommerpneus! Am Anfang fanden wir es noch interessant, doch dann wurde es mir langsam mulmig! 20cm nasser Neuschnee, 20% Steigung, Sommerpneus, Autofahrer, die sich Schnee nicht gewohnt sind, das kann sicher nicht gut kommen und so kehrten wir kurz entschlossen um! Nach dem Ecumeada-Pass käme später ein Hochplateau das sich Paul da Serra nennt. Dort brach vor 400'000 Jahren letztmals der Vulkan aus, worauf sich Lavaströme übers ganze Land ergossen und der Insel das heutige topographische Erscheinungsbild vermitteln. Der Schnee auf Madeira gab mir schon etwas zu denken. Nicht nur wegen den Strassenverhältnissen, auch wegen der Klimaänderung (auf Madeira spricht man nicht von Klimaerwärmung)! Denn wenn hier künftig auch Ski gefahren werden kann, fahren uns bald nicht nur die Österreicher, Italiener, Kanadier und Amerikaner um die Ohren, sondern auch die Portugiesen! Wenn nicht wegen der Klimaveränderung, dann doch zumindest zum Wohle der Schweizer Skinati sollte doch sofort mindestens ein autofreier Sonntag pro Monat eingeführt werden. Damit wir auch in fünf Jahren noch vereinzelt eine Rangierung in den Top 20 feiern können! Doch zurück zu unserem Ausflug. Wie gesagt fuhren wir wieder zurück zur Passhöhe und bogen dann nach Sao Vicente, an die Nordküste der Insel, ab. Es folgte eine kurvenreiche Fahrt entlang der wilden, zerklüfteten Küste die aus dunklem Lavagestein besteht (Sao Vicente - Porto Moniz - Ponto do Pargo). So gab es mit den saftig-grünen Pflanzen schöne Kontraste und die Wasserfälle die sich immer und immer wieder über die Fälswände auf die Strasse oder ins Meer sttürzten, zwangen uns zu zahlreichen Fotostops. In Porto Moniz besichtigten wir die natürlichen Lavaschwimmbecken an der Küste die es einem ermöglichen in Becken zu baden ohne riesigen Wellengang. Aber dafür müssten wir bei sommerlicher Jahreszeit nochmals kommen. (Siehe Diashow). |
Die Insel ist überstreut mit unzähligen Levada - Wanderungen (Bewässerungskanäle). Da dies nicht wirklich Wanderwege sind, sondern der Trampelpfad entstand bei der Erstellung des Kanals, sind diese Wanderungen nicht ausgeschildert. Ist die Levada mal gefunden, was die grösste Herausforderung war an dieser Wanderung, lässt es sich in zahlreichen Windungen mit minimstem Gefälle/ Steigung entlanglaufen. Mit Hilfe unseres Wanderführers stiessen wir auf diesen Ausflug und versuchten ihn nachzuahmen. Noch jetzt ist uns unklar, ob wir wirklich genau diese Wanderung 1:1 gelaufen sind wie im Führer beschrieben. Auf der Levada angekommen / fündig geworden, konnten wir die Wanderung dann unbeschwert geniessen und den Führer fürs erste versorgen.
Diese Levadawanderung ist im Ostteil der Insel. Wir waren erstaunt über die trockene Vegetation - regnete es doch die letzten Tage / Wochen sehr viel, wie uns auch unsere Ferienbetreuerin (von Falkon- travel) klagte. ![]() Melken auf Madeira. Unterwegs konnten wir auch die Landwirtschaft auf Madeira etwas näher kennen lernen. Da es keine kalten Winter gibt und die Grünflächen meist sehr klein sind, gibt es weder Ställe noch Zäune. Die Kühe und Ziegen werden auf den Wiesen an rund fünf Meter langen Seilen angebunden und auch direkt auf der Weide gemolken. Am Abend sieht man dann entlang der Strassen überall Bauern mit einem oder zwei Kessel Milch warten, dass sie der Sammelwagen abholt. ![]() Sonnenuntergang in Ponto da Pargo. Pünktlich für den Sonnenuntergang waren wir wieder zurück in Ponto de Pargo. Auch wenn es nicht zu einem klassischen Sonnenuntergang mit einer feuerroten Kugel reichte, wurden wir dennoch für unsere Strapazen belohnt! Wer hätte heute morgen im Schneegestöber gedacht, dass wir noch so einen sonnigen Tag erleben werden? Als die Sonne dann endgültig den Tag verabschiedet hatte, setzten wir uns ins Auto und nahmen den Heimweg zum Hotel in Angriff. Von da lagen noch 70 km Strasse vor uns. Anfänglich sehr kurvenrereich, danach in zügigem Tempo. Am abenteuerlichsten war es aber, als die Autobahnausfahrt hinter uns gelassen war und wir uns mit den unzähligen Windungen und Seitenstrassen - teilweise Einbahnstrassen im Finsteren auseinandersetzten. Das Hotel fanden wir dann aber stolz auf Anhieb was bei dieser Hotellage überhaupt nicht selbstverständlich ist! Hotel erreicht, ging's dann bald nach diesem sehr eindrucksvollen Tag, wo wir Frügling, Sommer, Herbst und Winter abwechslungsweise erlebten, müde bettwärts... |
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2. März 2005 |
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So genossen wir eine kurvenreiche Fahrt von Sao Vicente - Ponta Delgada - Boaventura - Sao Jorge bis wir nach Santana gelangten. Auf dieser Strecke fuhren wir zwischen Rebbergen und kleinen schmucken Dörfchen vorbei, die vom Tourismus noch unberührt schienen. Und unser treuer Begleiter war die Sonne. In Boaventura gings an zahlreichen Weidesträucher vorbei - ein Ort, wo diese zur Korbflechterei genutzt werden. Die Fahrt war sehr kurzweilig, einige Autostops folgten an übersichtlichen Winkeln, wo fast die ganze Nordküste Madeiras überblickbar war, ...natürlich um auch den Knopf des Fotoapparates ein weiteres Mal zu drücken. Einer dieser Stops folgte in Arco de Sao Jorge, wo mir ein Früchtehändler, bevor ich überhaupt ein Auge auf die Aussicht werfen konnte, seine Ware zum Besten gab. Ja, ich liess mich überreden und kaufte einige noch nie gegessene, bei ihm degustierte Früchte ein. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das Geschäft bei ihm letztendlich auzfging. Ich glaube bald so viel degustiert zu haben, wie ich dann letztendlich einkaufte. |
So setzten wir uns wiederum ins Auto und fuhren den Rest bis Santana. Das Wetter immer noch sonnig, stiegen wir aus dem Auto und gingen auf Strohdachhaus-Suche. Hie - und - da sahen wir eines, doch waren wir insgesamt etwas enttäuscht, hatte es nicht mehr davon. Andererseits verstehen wir die Einwohner Santanas, nachdem wir das Innenleben eines solchen Häuschens gesehen haben, dass wohl jeder ein "normales" Haus = zeitgemässes vorzieht.
Durchs Landesinnere... (Santana - Faial - Machico - Santa Cruz...unter der Landebahn des Flughafens durch - Funchal)...gings dann wiederum hotelwärts. Der Fitnessraum und der Whirlpool wurde wieder mal von uns beiden innig genutzt. Danach folgte ein feines Znacht mit Musik und Tanz aus Madeira im Hotel. Ganz klar, dies war eine Touristenattraktion und war echt unterhaltend und eine Abwechslung der besonderen Art. Schmunzelnd musterten wir die Trachten, den Sänger sowie den Tanzstil dieser Musikgruppe Madeiras. Schon bald mussten wir dann aber auch mitmachen. "Leider" gibt es davon keine Fotos... |
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3. März 2005 |
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Wenige Autokilometer auf der Autobahn geht es von Camera de Lobos westwärts und innert Kürze, einige Höhenmeter angestiegen, stehen wir wie gestern wiederum hier oben. Diesmal gewährt uns das Wetter einen klaren Blick in die Tiefe. 580m geht es von hier nach unten! Wir sind natürlich nicht die einizigen. Wir teilten dieses wohl sehr beliebte Ausflugsziel mit zahlreichen Touristen. Die Aussicht ist dann aber schnell mal genossen und wir müssen uns entscheiden, ob wir ost- oder westwärts weiterfahren wollen, um dem Regen auszuweichen / möglichst viel von der Sonne zu profitieren. Für mich (Karin) ist klar, im Westen hat es viele Wolken...im Osten ist es nur dunstig. Thomas fügt sich meiner Meinung und folgt meinem Vorschlag. Ich begründete meine Wahl der Himmelsrichtung auch damit, dass wir den Osten der Insel noch nicht kennen. Also ging's los.
Wir nahmen die Strecke Cabo Girao - Funchal - Machica - Canical unter die Räder und fuhren an den Ostzipfel Madeiras hinaus zum "Punta do Buraco", wo die Strasse mit einem Kreisel ein Ende nahm. Der Himmel hat sich verdunkelt und bereits auf der Fahrt musste ich feststellen, dass es im Osten nicht "nur" dunstig ist, sondern dass es sich hier um graue Regenwolken handelt... |
Zwischendurch zeigte sich aber die Sonne, was uns erst recht den Gedanken an ein Wenden löschte. Nach keinen 20 min. wechselte es wiederum zu Regen. Aus Sicherheitsbedenken brachen wir die Wanderung dann ab, jedoch um einige kontrastreiche Eindrücke reicher. :-) Nach diesem kurzen Ausflug unter regenrisch-sonnigem Himmel, hiess es im Auto Kleiderwechsel oder sich mit dem Gedanken befassen: Wie kommen wir mit dieser Aufmachung möglichst ohne Aufsehen zu erregen in unser gehobenes Hotel?;-)
Die Fahrt führte uns nun Funchal-wärts auf direktestem Weg ins Hotel. Der Zugang zum Hotelzimmer mit den erdig-verspritzten Hosen-stössen und verschmierten Wanderschuhen war kein Problem. ;-) Nun nutzten wir nochmals heftig den Fitnessraum, bevor uns ein gemütliches Znacht im Hotelzimmer erwartete, das wir uns aus einem Supermarkt selber zusammenstellten. Wein, Brot, Streichkäse,...und ein Dessert "Bolo de Mel de Cana" - eine Spezialität Madeiras, stand auf unserem Menueplan. Im Speiserestaurant des Hotels ist es für nicht - Fisch - Liebhaber (Thomas) recht schwierig, ein abwechslungs-reiches Wochenprogramm der Menues zu gestalten, da es keine Suppe ohne Fisch gibt und die Hauptgänge entweder mit Fleisch oder mit Fisch sind. Die Aussage: "Wir sind Vegetarier", haben wir nie ausprobiert... Ausserdem genossen wir mal die unkomplizierte Art zu essen und verzichteten auf die Gesten der 5 Sterne. ;-) |
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4. März 2005 |
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Das Auto wäre parkiert, aber der Himmel verdunkelt sich und innert Kürze regnet es in Strömen. Geduldig studieren wir den Wanderführer und die Madeira-Karte, blicken ab - und - zu mal zum Himmel und nach einer Viertelstunde regnet es nur noch ganz, ganz leicht. Wie gestern wagen wir es doch loszulaufen, nachdem wir eine der beiden Wanderungen ausgelesen haben. Wir wählten die "Grosse Küstenrunde im Westen". Wenden können wir ja immer noch, heisst die Devise.
Wir starten auf 500 m.ü.m. am Ortsrand von Prazeres. Von hier aus schlängelt sich nun ein Weg zwischen den Felsen hinunter bis ans Meer. Die Knie bekommen es zu spüren, ärger als beim schlimmsten Lampenfieber beginnen sie schon bald zu zittern. Aber die Umgebung und die Aussicht enntschädigen dies nach - und - nach!
Vorbei geht's an saftigem Grün, vielerlei Blumen und Wasserfällen auf einem schön angelegten Weg, der allerdings vom Regen etwas rutschig ist. Aber wir haben ja Zeit und lassen die Rutschpartie aus. ;-) |
Unten angekommen, lassen wir unsere Knie etwas ausruhen und setzen uns auf die Hafenmauer, schauen den Angler zu und gönnen uns eine kleines Picknick. Das Dorf ist klein und liegt langgezogen am Meer. Der Wind bläst uns heftig um die Ohren, doch der Regen begleitete uns ein wenig beim Abstieg, nun hat es ganz aufgehört.. Schon bald zieht es uns weiter. Nun verläuft der Weg ein Stück der Küste entlang, welche wie fast überall nicht etwa sandig, sondern mit grossen, glattgeschlliffenen, runden, in der Sonne glänzenden Steinen erscheint. Weiter nach unten gehts nicht...so führt uns der Wanderführer nach Durchquerung des Dorfes wiederum hoch. So steigen wir auf anderem Weg aber wiederum mit Serpentinen hoch, diesmal von 0 m.ü.M. bis auf 500 m.ü.M.
Fast oben angekommen, beginnt sich eine graue Wolke über uns zu entleeren. Mein Regenschutz blieb im Auto liegen, Thomas seine Jacke im Hotel,...der Regenschirm kam per Zufall mit. So kam dieser schon bald zum Einsatz. Thomas präsentierte, dass er nicht aus Zucker ist und wir wanderten durch den Regen weiter von "Faja da Ovelha" wiederum Richtung Prazeres. Der "Rückweg", der nun am Berg stattfand und nicht wie vorhin dem Meer entlang, folgte der "Levada Nova", der wir übrigens bereits am 1. März nachwanderten (jedoch ein anderer Teil...sie hat eine Länge von ~ 50km). So war der Rückweg - da indirekter mit all den Windungen - einiges länger. Regendurchtrieft kamen wir beim Auto nach rund 6 Stunden, nicht frierend und glücklich darüber diesen Asuflug gemacht zu haben, an und freuten uns schon jetzt auf den warmen Whirlpool. Zurück im Hotel war das Verweilen im Whirlpool ein riesiger Genuss, welchen wir uns nach der fast sechsstündigen Wanderung auch redlich verdient hatten! |
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5. März 2005 |
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So geniessen wir nach einem kurzen Abstecher in den Fitnessraum noch einmal unser Morgenbuffet, bevor wir dann abgeholt und zum Flughafen gebracht werden. Der Flug von Funchal via Lissabon nach Zürich verläuft ohne Zwischenfälle. Im Gegensatz zum Hinflug überraschte uns heute Air Portugal mit einer wahren Variation bei der Zwischenverpflegung! Nach Lissabon gab es ein Sandwich mit einer undefinierbaren weissen Sauce und auf dem Weiterflug ein etwas trockenes Käse-Schinken Sandwich! |
Unser Wunsch wurde erfüllt, so dass wir pünktlich vom elterlichen Taxi in Langnau abgeholt werden konnten! Karin & Thomas |