Ferientage- & Bilderbuch USA 2008 von Elisabeth Wöhrle, Karin Houriet & Thomas Friedli, erlebt vom 3. September bis 23. November 2008 |
Grand Staircase Escalante National
Monument |
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29. Oktober 2008 |
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| Nach einer ersten Nacht während unserer Reise im Motel, wobei ich aber im Camper schon besser geschlafen habe…geht’s weiter auf dem 12-er südwärts mit genauem Ziel "Unbekannt". Elisabeth stand jedenfalls heute Morgen mit einem strahlend in der Türschwelle, so dass diese Nacht im Motel sicherlich ein Erfolg ist. :-)
Nun fahren wir mit unbekanntem Ziel, bzw. wir stoppen, wo’s uns gefällt. So verlassen wir die Siedlung Torrey, welche aus Hotels, Campingplätzen, zwei bescheidenen Lebensmittelläden und nicht viel mehr besteht.
Das Wetter ist für einen Tag mehr sonnig mit wolkenlos-blauem Himmel. Die Strasse führt uns durch hügelige Landschaft immer etwas weiter hoch, bis wir beim Pass „Summit“ auf 9600 Fuss ankommen und bald hinunter nach Boulder rollen. Das geschieht mit ein paar wenigen Fotostopps – wir kommen ein bisschen zu spät, denn die Laubbäume, wovon es hier tausende gibt, stehen Stamm an Stamm nackt in der Landschaft und haben ihr Laub komplett abgelegt. Wir sammeln unterwegs noch etwas Feuerholz, sichten einen weitere, jedoch für uns nicht weiter „interessanten“ Waldbrand, da wir nicht in dessen Richtung fahren und er (noch) von geringem Ausmass ist.
In Boulder stellt sich kurz die Frage, ob wir Lust haben auf eine Wanderung durch eine Schlucht. Hier in Boulder, inzwischen etwas tiefer gelegen, tragen die Laubbäume noch herbstlich-gelbe Blätter, so dass ich Elisabeth und Thomas gerne für einen Ausflug in eine Schlucht begleite, ich mich aber eher nach Herbststimmung sehne und dafür nicht in einer schattigen Schlucht tummeln möchte... Elisabeth und Thomas sind glücklicherweise ähnlicher Meinung, so dass wir bald mit dem Camper ein Stück weiterfahren. |
Die Strasse führt uns nun durch versteinerte Sanddünen mit niedrigem Tannengewächse. Enttäuscht, dass dies wohl die einzigen Laubbäume in Boulder waren, liess ich mich während der Fahrt von der eintönigen Landschaft berieseln, währendem Thomas nebenan begeistert meint: " Wahnsinn, diese Flächen / Weiten!" Nun sehen wir auf den Escalante River und Wundervoll! Dieser schlängelt durch die hügelige Landschaft und ist gesäumt von herbstlich-gelben Laubbäumen! Im Moment ist dieser noch etliche Höhenmeter unter uns gelegen, doch Thomas schlägt das Herz auch gleich höher und er meint, dort unten müsste der nächste Campingplatz "Calf Creek" sein. Hoffnungsvoll "wägele" wir die Strasse hinunter, schon bald haben wir einen wunderschönen Platz auf dem Campground ergattert und nicht viel später sind wir wandernd am Calf Creek anzutreffen.
Nun eins vorab: Ich bin heute nicht etwa emotional labil gestimmt! Kennst Du auch Orte, wo Du von der Schönheit der Natur und der ganzen Stimmung derart gerührt bist, dass Dir das Tränenwasser die in die Augen schiesst? Ziel unserer Wanderung ist der "Lower Calf Creek Fall". Bereits die Wanderung ist phantastisch, mit der herbstlichen Stimmung, dem Bach nebenan, das Wetter, die Tiere, ...die Ruhe. Am Schluss führt uns der Weg zwischen farbige Bäume über gelb bedeckten Laubboden und vor uns steht eine riesige, hufeisenförmige Felswand, in der Mitte der grosse Wasserfall... Jedes Wort, welches dieses Bild darzustellen versucht, scheitert und genügt nicht, um diesen Ort zu beschreiben! Schüchtern wende ich meinen Blick mit den wässerigen Augen ab, verstecke ihn vor Elisabeth und Thomas. Thomas ertappte mich jedoch und fragte, ob bei mir alles in Ordnung sei!? "Oh ja!!!"
Nun ist mir auch klar, wo mein Blockhäuschen, wovon ich am 22. September schrieb, zu stehen hätte. ;-) |
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30. Oktober 2008 |
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Wir machen heute nochmals dieselbe Wanderung wie gestern und möchten die Umgebung im morgendlichen Sonnenlicht geniessen. So stapfen wir bei noch recht kühlen Temperaturen los durch den sandigen Weg. Phantastisch ist hier auch die Tierwelt! Gestern begegneten wir einer Schlange (Phyllorhynchus decurtatus; Spotted Leafnose Snake / gefleckte Blattnasennatter), welche uns vor den Füssen über den Weg kroch und amerikanische Raben (ganz schön gross) leisteten uns am Wasserfal Gesellschaft,... heute sahen wir 2 Truthähne, wunderschöne grosse Schmetterlinge (Soldier Danaus eresimus), Fische... :-)
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Als wir um 14 Uhr wieder auf dem Campingplatz ankommen, gibt's eine gemütliche Spielrunde und danach heisst's aufbrechen. Wir packen unser Zelt, worin Thomas und ich letzte Nacht schlummerten zusammen und fahren weiter bis Escalante. Hier werden einige Vitamine eingekauft, sowie genügend Getränke, da wir nie genau wissen wie viele Tage verstreichen, bis wir beim nächsten Laden vorbeikommen.
Nun teilt sich unser Programm: Thomas stellt sich in die Küche und bekocht uns mit extrem feinen Tortillas, Elisabeth sorgt für ein feines Frühstück und schiebt einen Zopf in den Ofen und ich mache mal "küchenfrei" und gehe eine Runde joggen. |
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31. Oktober 2008 |
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| Am Morgen machten wir uns auf den Weg Richtung Cannonville, in der Hoffnung unterwegs noch etwas die Beine vertreten zu können, sprich eine Wanderung unternehmen. Ein Trailhead ist schnell gefunden, wir fahren mit dem Camper das Schotterpistchen entlang... und fahren und fahren...Jedoch kommt der wirkliche Ausgangspunkt der Wanderung nicht deshalb heisst es weiter, leider ohne Wanderung. Dafür entschädigt uns die Landschaft ein wenig wo wir durchfahren, links ein gewundener Fluss und Wiesen umgeben von steilen Klippen.. Als wir schliesslich in Cannonville ankamen schnappten wir uns ein gemütliches Plätzchen auf dem dortigen KOA-Kampground.
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Ah ja, genau. man schreibt ja der 31. Oktober! Halloween... zum Glück sind wir nicht mitten in einer Stadt und bleiben deshalb von diesen Gebräuchen verschont (Süssigkeiten hätten wir eh nicht gehabt.. tralala! ) |
1. November 2008 |
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| Erster November...der Winter rückt näher... wir merken hier allerdings noch nicht soviel, trotzdem ist das Wetter nocht mehr ganz so warm wi auch shcon und zum Teil very Windy! Wir beschliessen deshalb noch eine weitere Nacht hier zu verbringen und schliessen einen gemütlichen Tag mit nicht viel tun hier an. Unterbrochen wird dieser Tag alledings einmal mit so richtig echten Cowboys die ihre Kühe direkt auf der Strasse neben dem Campingplatz vorbeitreiben! Go West!
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2. November 2008 |
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Nach einer zweiten Nacht auf dem Campground in Cannonville beachten wir wie fast jeden Morgen das Wetter. Draussen. dunkelgraue, hellgraue Wolken aber auch blauer Himmel ist zu sichten. Da wir bereits gestern einen "faulen Tag" einlegten, zieht uns die Unternehmenslust weiter.
Der Kodachrome State Park liegt nur 15 km von hier entfernt und wer weiss, evtl. sind es gerade die imposanten Wolken welche spektakuläre Fotos zaubern....trotz des Regens, welcher intermittierend vom Himmel fällt, machen wir uns auf den Weg. |
Der Kodachrome State Park ist überschaubar-klein, so dass wir innert kurzer Zeit am Ende / zuhinterst im Park stehen. Thomas beschliesst spontan eine kleine Mountainbike-Tour zu machen, Elisabeth zieht andere Hosen an und montiert die Turnschuhe. Es herrscht Aufbruch.
Ich geniesse den Moment alleine im und um den Camper. Die farbigen Herbstbäume welche rund um den Parkplatz gedeihen, liessen mich sofort entschliessen hier die Bäume zu geniessen, das Rauschen der Blätter... statt mich zwischen die Steine und kargen Tännchen zu begeben.
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3. November 2008 |
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Coral Pink Sanddune State Park-Tagwach! Karin und Thomas sind schon etwas früher wach als ich und geniessen den Sonnenaufgangin den Dünen, welche ich nach dem Zmorgen auch noch selber erkundigte...
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Danach geht es weiter Richtung Kanab, dass nicht allzuweit entfernt liegt. Unterkunft finden wir dort auf einen kleinen Campinplätzli mitten in der Stadt und geniessen dort noch die par Sonnenstrahlen die zwischen den Bäumen durchdringen. Sitzplatzverschiebung ist jeweils angesagt! Da das Abendprogamm wieder mal DVD gucken heisst, gibt es dazu natürlich auch noch ein hmmmmm... feines Desserli (Brownies dänk!) Thomas und Elisabeth sind komplett im Brownies-Fieber! Ich kann diese braunen Würfel kaum noch sehen! ...Zudem sind in diesen Backmischungen oftmals keine Nüsse enthalten --> kann dies ein echtes Brownies sein? Ähnlich geht es mir aber auch mit den Spaghetti und Hörnli an Tomatensauce aus dem Gläsli. Ich freue mich diesbezüglich immens auf die Schweizer Produkte aber auch einfach an die Umstände, wo mehr Küchengeräte zur Verfügung stehen und man ungeniert ein Gewürz kauft welches seltener gebraucht wird als Salz und Pfeffer und die Überlegung ob wir es denn bis ende der Ferien wirklich aufbrauchen, wegfällt.
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4. November 2008 |
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Auf geht's heute Morgen bezeiten zur Paria Ranger Station, denn hier gibt's um 9 Uhr Permits um "The Wave" in den Vermillon Cliffs zu bewundern! So stehen wir nach einigen Meilen Fahrt, ausgehend von Kanab ostwärts, in einem alleinstehenden Häuschen am Highway 89. Natürlich sind wir nicht die einzigen! Täglich darf "The Wave" im Paria Canyon von 20 Personen besucht werden...und wer dann dazugehört, das wird hier geregelt. Wir stehen hier und versuchen Tickets für morgen zu ergattern. Zehn Personen haben ihren Platz bereits durch eine Reservation im Internet gesichert, nun werden die zweiten zehn Personen hier ausgelost. Da unser Los ziemlich am Schluss gezogen werden, hätte noch eine Person von uns dieses Plätzchen Erde besuchen dürfen. Beim hinausgehen, erkläre ich Thomas, er hätte doch alleine dorthin gehen können...ist doch besser als dass gar niemand von uns hingehen darf! Ich hätte mich zwar enttäuscht aber doch auch mit einigen schönen Fotos zufrieden gegeben. Thomas meint aber: "Wir versuchen es morgen nochmals bei der Verlosung".
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Wir setzen unsere Fahrt fort, ostwärts Richtung Page. Unterwegs gibt's bei einem Trailhead einen Stopp und wir besichtigen zahlreiche der hier abgebildeten Hoodoos. Witzige Gestalten sind mit wenig Phantasie in den Steinmännchen zu erkennen. Ein hübscher Ausflug, auf der auf der Fahrt von Kanab nach Page, bei welchem wir aber letztendlich zum Rückzug blasen, da der Wind uns gewaltig um die Ohren weht und Sand aufwirbelt, welcher unseren Augen nicht behagt. Die Weiterfahrt führte uns dann nach Page, genauer: An den Lake Powell, wo wir den Campingplatz inzwischen fast für uns alleine haben. Riesengrosse, leerstehende Parkplätze geben uns einen Hauch Ahnung, wie es im Sommer hier zu und her gehen muss.
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