Ferientage- & Bilderbuch USA 2008

von Elisabeth Wöhrle, Karin Houriet & Thomas Friedli, erlebt vom 3. September bis 23. November 2008

13. November 2008

Ab in den Süden! Wie gestern geschrieben haben wir den Grand Canyon früher verlassen als geplant. Das gibt uns noch etwas Zeit für einen kleinen Umweg. Was liegt da näher auf der Hand, als einen Abstecher nach Sedona und die umliegenden National Forests zu machen und dort die unzähligen Bike- und Wanderwege auszukundschaften. Ich freue mich! Dafür werden wir die State Parks um Las Vegas auslassen!

Wir verbrachten eine Nacht auf dem KOA - Zeltplatz in Flagstaff. Hier gibt's ein IHOP (International House Of Pancakes)und so ist klar, wo wieder mal so richtig amerikanisch gefrühstückt wird! Tagwache ist bezeiten...wir haben unsere eigene Zeit. Wir machten die Zeitumstellung nicht mit, sind somit immer eine Stunde früher auf und früher im Bett und haben bei der Heimreise eine Stunde Zeitverschiebung weniger zu bewältigen. :-) Somit sitzen wir früh im Restaurant, müssen uns hier nicht in die Menge quetschen - sondern haben jede Menge freie Tische um uns. Pancakes sind bei allen Dreien angesagt. Das eine hat's gerne mit Pekannüssen, das andere mit Blueberrys und ich beisse doch saisonhalber mal in ein paar Pumpkin - Pancakes. :-)

Thomas sein Fotobuch "Photographing the Southwest", welches uns bereits etliche gute Reisetipps gab, beschreibt eine Wanderung welche nur ein wenig südlich von hier liegt...auf dem Weg Richtung Sedona, namens "West Fork Oak Creek". Thomas spricht, bereits spazierend unterwegs, meine Gedanken...hier gefalle es ihm doch viel besser als im Grand Canyon! Wir sind alleine unterwegs, der Weg schlängelt sich bald durch den Mischwald einem Bach entlang, welchen wir mehrmals überqueren, wobei die Laubbäume bald ihre letzten Blätter verlieren und der Boden bunt mit Herbstblättern bedeckt ist. Auch Elisabeth begleitet uns und scheint vom Weg, so glaube ich, fasziniert zu sein.


Wenn das nur keine kalten Füsse gibt!

Denn der Muskelkater vom gestrigen Aufstieg aus dem Grand Canyon ist viel weniger schlimm als gedacht und wollte sie doch nur "ein Bisschen" mitkommen! :-) So erleben wir dann zu Dritt unterwegs drei junge Waschbären bei der Futtersuche im Bachbett. Sie wippen mit den Vorderfüssen auf und ab und spüren so das Algengeflecht im Wasser ab. Herausgefunden, was sie dort fressen, haben wir nicht... Schnecken? Würmer oder Larven? Es knackte auf jeden Fall beträchtlich zwischen den Beisserchen, wenn sie fündig wurden. So sahen wir dem Treiben eine Weile zu und es wurden zahlreiche bis unzählige Fotos geschossen. ;-)


Schöner kann ein Bad im Fluss kaum sein!

Nach einer wirklich stimmungsvollen Wanderung fuhren wir bald weiter südlich Richtung Sedona. Die Strasse führte uns weiter abwärts. An einem lauschigen Plätzchen genossen wir dann gemütliche Minuten bis Stunden :-) an der wärmenden Sonne.

Nun sitzen wir hier im Camper auf dem einzigen Zeltplatz in Sedona. Thomas kaufte ein Wanderbuch dieser Region, welches Elisabeth und Thomas nun wie auch weitere Informationsbroschüren eifrig durchstöbern um die weiteren Unternehmungen zu planen. Eins ist sicher: Es ist hier wunderschön und ein Wanderparadies dazu!...Zeit haben wir wohl zu wenig, um alles was uns kitzelt noch vor unserem nahenden Abflug in Las Vegas zu erkunden!

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14. November 2008

Heute, ein "freier Tag" am Rande von Sedona: Thomas setzt sich am Laptop mit der NZZ und seinen Podcasts auf den neusten Stand und macht eine kleine Velotour um den Flugplatz!,... Elisabeth geht Souvenirs shoppen und ich stelle mich in die Küche, koche wieder mal etwas Aufwändigeres als Stocki aus dem Beutel oder Teigwaren an Tomatensauce,...und mache das Tagebuch für meine lieben Grosseltern druckklar, um ihnen bald einen weiteren Teil per Post zuzustellen. :-)

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15. November 2008

Bevor wir heute weiterzuziehen gedachten, genossen wir auf einer Wanderung nochmals die wunderschöne Umgebung des Oak Creek auf dem Huckaby Trail. Zuerst war vom Fluss allerdings nicht viel zu sehen, "nur" der Ausblick auf Sedona und die umliegenden Red Rocks. Aber auch schön...

Nach einer Weile ging es dann aber doch Bergab und wir konnten einige prächtige Plätzchen am Fluss bestaunen... nach einer allgemein geglückten Überquerung des Flusses über einige glitschige Holzstämmchen beschlossen wir noch etwas weiter zu wandern bis zum Grasshopper Point wo wir vorgestern schon einen kleinen Halt machten und die wärmende Sonne genossen!

Dort angekommen beschlossen Karin und Thomas zu versuchen den "Weg" noch etwas weiter zu erkunden. Ich machte mich unterdessen wieder auf den Weg zum Camper zurück und holte die zwei Reisebegleiter dann dort wieder ab. Unterwegs zum neuen Campingplatz machten wir noch kurz einen stopp beim Burger King wo wir uns stärkten. Dann weiter zum Lo Lo Mai- Campground... diesen Tipp erhielten wir in Sedona im Visitor Center. Ein Campground der einen Hot Pool hat der noch nicht Closed for the Season ist!!!

Dort angekommen war er zwar gefüllt und startklar... aber damit man ihn geniessen konnte musste erst einmal, zweimal.... nachgefragt werden...  Sonst ein very nice Campground... viiiiel platz und direkt am Oak Creek, mit Natur-Beschallung inklusive (Gänsegeschnatter) :-)

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16. November 2008

Und weiter gehts! Auf der Fahrt Richtung Ziel machten wir heute wieder einmal bei einem Wal-Mart halt. Danach weiter zum Dead Horse Ranch State Park (Im Gegensatz zum Dead Horse Point State Park  fand ich hier bis jetzt noch keine Legende wieso dieser Park so benannt wird... i`m sorry!). Da angekommen geniessen wir die warme Sonne (hier herrscht immer noch T-Shirt Wetter!)  und erkunden individuell den Park zu Fuss... diesmal aber nicht mehr am Oak Creek sondern am Verde River... 

Im Dead Horse Ranch State Park angekommen wird das schöne Wetter genossen, die Umgebung genossen... und die Hängematte aufgespannt...

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17. November 2008

Huii... nun habe ich eeeendlich meine Hängematte dazu gebrauchen können wozu sie bestimmt ist...unter einem klaren Sternenhimmel leicht schaukelnd zu übernachten ist doch ein spezielles Erlebnis... pünktlich zum einschlafen gibt’s ein Konzert der Hyänen... mal tönts von links, mal von rechts... beinahe schade ist keine in sichtweite aufgetaucht. Also absolut empfehlenswert dies mal auszuprobieren. Allerdings sei hier noch gesagt, wurde es in der Nacht schon etwas kühler deshalb wäre fürs nächste mal eine beheizte Hängematte nicht zu verachte... aber man kann ja nicht alles haben, und etwas Abenteuer muss ja auch sein..
Am Morgen dann um so schöner  den Sonnenaufgang und nach dem Frühstück ein kleiner Spaziergang zu den Lagoons des State Parks. Die Wasserflächen noch Spiegelglatt... gelbe Herbstbäume die sich im Wasser spiegeln, Enten die sich das Frühstück suchen, und auch ein paar Fischer die ihr Glück versuchen...
Am späteren Nachmittag machten wir uns dann weiter auf in Richtung Ziel... Las Vegas.

Unterwegs noch einmal einen Stopp in einem Wal-Mart ( was werden wir nur ohne diesen Laden in der Schweiz machen.. ) ;-) und natürlich noch ein Besuch bei Barnes & Nobles (diesen Laden allerdings wäre in der Schweiz nicht zu verachten).
Da es aber nun bis zum Endgültigen Ziel noch etwas weit war übernachteten wir diesmal auf einer Art Raststätte neben des Autostrasse.
Bevor wir jedoch die Nachtruhe geniessen konnten wollte ich noch den zuvor angekündigten „Leonid Sternschnuppen-schauer“ am Himmel beobachten... nun .. aus dem Schauer wurde nichts.. aber wenigstens eine erschien pünktlich, der Wunsch wurde nach oben geschickt und nun nun war auch Zeit für mich für die Penntüte.

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18. November 2008

Tagwach.. inmitten von Joshua-Trees... und schon ging es weiter on the Road. Unterwegs tauchten langsam auch noch die typischen „Lucky-Luke-Kaktusse“ auf ( = Saguaro`s).
Zwischenhalt im Mittendrin... Auf der Strecke nach Las vegas konnten wir es natürlich nicht lassen nochmals einen Hot Pool aufzusuchen (So ganz ohne Touristenandrang.. Die Alternative zu dem Pool in Las Vegas). Dank dem GPS und der Wegbeschreibung des schlauen Buches fanden wir dann einen Hot Pool der sich beinahe als Badewanne entpuppte. Nach einer ausgiebigen Badezeit machten wir uns wieder auf den Weg.

 

Doch Halt! Bevor wir endlich nach Las Vegas durften, mussten wir noch ein Hindernis überwinden. Den Hooverdamm. Schon eine geraume Weile vor dem Damm gab es eine Kontrolle. Absperrung, Polizei usw. so richtig Amerikanisch. Wir mit unserem Camper mussten natürlich rechts raus fahren, alle aussteigen und dann „durchsuchten“ sie unseren Camper nach eventuellen „Terrorgefahren“ (Sprich nach einer Bombe). Das durchsuchen hielt sich aber so ziemlich in Grenzen, Ein Blick in den Camper und es war ihnen offensichtlich klar dass wir keine Terroristen waren...nun ja, vielleicht hatten sie ja einen gewissen Röntgenblick.. ;-)
Ok nachdem wir dies hinter uns hatten tauchte schon bald die grosse Stadt auf.. Las Vegas...die Stadt der Millionen (was auch immer).
Nachdem wir noch kurz ein paar Dinge bei einem Storage-Anbieter abluden, die Karin und Thomas nicht wieder in die Schweiz zurücknehmen wollten, konnten wir endlich unser Hotel beziehen...

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