Ferientage- & Bilderbuch USA 2008

von Elisabeth Wöhrle, Karin Houriet & Thomas Friedli, erlebt vom 3. September bis 23. November 2008

11. September 2008

Der Weg führt uns heute weiter nordwärts vom Colusa-Sacramento River State Recreation Area in den Lassen Volcanic Nationalpark. Die rund 200 Kilometer fahren wir auf der Autobahn und Highways nordwärts; Thomas sorgt für Abwechslung, indem er den letzten Happen mit dem Velo meisterte... bis zum Eingang des Nationalparks. Ich will ihm aber nicht die Worte stehlen, wer-weiss, evtl. hat er an dieser Stelle selber noch seine Eindrücke zu erzählen?!

Ich machte mit ihm jedenfalls ab, ab dem Eingang des Nationalparks dann auch aufs Velo zu steigen und mit ihm zusammen noch bis zu unserem Campingplatz zentral im Park gelegen, am Summit Lake (north) zu pedalen. Es kam jedoch anders. Am Eingang kam nach einer Weile ein junger Mann schweissgebadet angstrampelt, welchem wir gleich ansahen, dass die Lust weiter per Velo vorankzukommen relativ gering ist.

Wir besuchten dann zusammen bei der Vobeifahrt im Park den Bumpass Hell, ein Yellowstone Park en miniature mit blubbernden und Dampfenden extrem nach Schwefel riechenden Becken. Elisabeth und ich nahmen von dort eine kurze Wanderung unter die Füsse, so dass wir auch noch zu ein wenig Bewegung kamen. Thomas versorgte in der Zischenzeit seinen Körper mit ausreichend Flüssigkeit.

Als Thomas uns am Zielort unserer Wanderung mit dem Camper empfing, war es auch höchste Zeit nach einem Campingplatz Ausschau zu halten. So hatten wir Glückspilze noch von zwei Plätzchen die Wahl. Die restlichen Plätze waren zu unserem Erstaunen vollständig belegt. Hier bleiben wir nun für zwei Nächte im "locker" bewachsenen Tannenwald auf 2066 m.ü.m., gleich neben dem Summit Lake gelegen, wie es der Name des Campingplatzes besagt.

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12. September 2008

Gestern Abend beschlossen wir, eine ausgedehnte Wanderung zu verschiedenen Seen vorzunehmen. So planten wir eine Route, wo wir an zehlreichen Gewässern vorbeikommen. Um 7 Uhr war Tagwache und nach einem gemütlichen Frühstück zum ersten mal IM Camper, da die Temperaturen auf dieser Höhe und um diese Zeit echt erfrischend sind...legten wir bald los.

Der Weg führte uns durch Tannenwald, der Boden ist bedeckt von unzähligen Heidelbeerbüschen, deren Beeren leider noch nicht reif sind. Mich faszinieren Waldwanderungen in Nationalparks besonders, da hier nichts aufgeräumt wird und gut zu beobachten ist, wie "der Zahn der Zeit" wirkt.

So sind von morschen Bäumen, welche quer durch den Wald liegen, hohe ausgewachsene Tannen zu sehen, an anderen hat sich bereits ein Pilz an die Rinde gesiedelt, welcher dort seine Nährstoffe findet, ganz junge Tännchen und bereits in sich verfallene Tannen welche einem noch einen Hauch Ahnung vermitteln, wo und wie / wie gross der Baum mal gestanden haben könnte.

Dazwischen finden wir auch Bärendreck, welcher mich zum klatschen veranlasst, um diese Tiere über unsere Ankunft in ihrem Revier zu informieren. Thomas belächelt mich, klatscht dann aber unterwegs auch hie- und- da in die Hände und wir legen dann die Regel fest, bei übersichtlichem Gelände diese Geräusche zu unterlassen, da es doch shön wäre einen solchen Bäri von einer Distanz von ca 100 m photographieren zu können. Leider ergab sich ein solches Aufeinandertreffen jedoch nicht.

Die Seen sind wunderschön! Stilles Gewässer, an der Uferzone vergnügen sich zahlreiche Insekten wie Wespen, Schmetterlinge (kleiner Fuchs), Libellen und ich frage mich, wie dieses "Geschwirr" ohne Kollision vonstatten gehen kann. Thomas und mich packt dann, nachdem wir an einigen Seen vorbeiwanderten, beim Lower Twin Lake in der Einsamkeit die Badelust. Ein Blick nach rechts und links, da die Badeausrüstung im Camper liegt...kein Wanderer und wir geniessen einen "Schwumm" im erfrischenden Wasser. An diesem See durften wir später noch ein Reh mit ihrem Jungtier beobachten, welche nicht weit weg gemütlich an uns vorbeizogen. :-)

 

13. September 2008


Auch die Kleider müssen einmal gewaschen werden!

Unsere ersten Waschtrommeln drehten hier ihre Runden. Barbara und Jürg: Ob 30° Wäsche oder 60°, alle Wachgänge dauern nur ca. 24 Minuten. Wir haben sehr staubige Wäsche zu waschen, da die Wege hier sehr feinsandig /-erdig sind... Ergebnis: Die schmutzige Hose hat nun auch das weisse T-Shirt stellenweise braun gefärbt. ;-) Wir geben Euch dieses Mal recht --> Diese amerikanischen Waschmaschinen waschen nicht! Sie mischen die Kleider zu gleichmässig schmutzigen Kleidungsstücken. Das Positive an einem Waschgang ist lediglich, dass der Schweissgeruch durchs Waschmittel beseitigt wird. ;-)

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