Ferientage- & Bilderbuch USA 2008

von Elisabeth Wöhrle, Karin Houriet & Thomas Friedli, erlebt vom 3. September bis 23. November 2008

25. Oktober 2008

Auszug aus der Startliste für den Goblin Valley Ultra Marathon

Nachdem ich gestern in Begleitung des liebsten Menschen auf Erden und meiner Reisebegleiterin in Green River die Startnummer fasste und wir in Spaghettiform etwas Kohlenhydrate tankten, gings heute um 6 Uhr morgens auf zum Goblin Valley State Park. Ich spüre meine Oberschenkel vom gestrigen radfahren; aber was solls, diese Strecke bewältige ich schon irgendwie. Ertsmals ins Wanken kam ich von dieser Überzeugung nicht gerade doch die Motivation zu laufen liess etwas nach, als ich heute Morgen um 7.30 Uhr erfuhr, dass in meiner Kategorie gerade mal 10 Personen mitlaufen. Und als ich die "strammen Wadli" der Mitläufer sah - naja, wie gesagt ich bin ja primär wegen der Landschaft und dem Gwunder wie Amerikaner einen solchen Lauf organisieren hier...


Karin beim vorletzten Aufstieg

Und das ist wirklich echt unterhaltsam! Die ersten Läufer sind gestartet, das Ende der Strecke, bemerken die Organisatoren gerade --> ist noch nicht markiert! So eilt jemand mit dem GPS in der Hand los, um die letzten Zeichen zu setzen. Vor und nach dem Lauf werden Cookies, Chips, Erdnussbutterbrote und dergleichen aber doch auch einige Äpfel angeboten. Die ganze Stimmung der Läufer ist sehr heiter und etwa alle sind am Spassen. In der CH wären in diesem Moment die Teilnehmer am aufwärmen, sich konzentrieren auf die bevorstehende Herausforderung.


Ein Fan aus der Schweiz!!!

 

Um 9 Uhr heisst's dann auch für mich über die Startlinie loszulegen. Die Landschaft ist schon einmalig! Kein Kloten- , Kerzers-, Frauenlauf,... kann dergleichen bieten! Die Strecke ist mässig abgesteckt, aber da wir vor dem Start auf einer Karte informiert wurden, wo der Weg langgeht und ich das Glück hatte, jeweils jemanden vor mir zu haben, konnte ich die Angst vom Weg abzukommen bald verfliegen lassen. :-)


(Nach dem Lauf) in den Goblins

Auf der Strecke stellt sich heraus, welch ein Team mich begleitet! Thomas wollte sich gestern Abend bei der Startnummernvergabe nicht auch noch zum Lauf anmelden und äusserte, er sei mein Coach. Nun bin ich auf meiner Strecke unterwegs, ist da ein Fräulein einige Meter vor mir in der Hocke und drückt ab, drückt ab, drückt ab. Elisabeth, die Paparazzi. Thomas als Coach hat gleich auch die Rolle des Filmteams übernommen und sein Kommentar lässt nciht daran zweifeln, dass er bereits etliche Sportübertragungen angehört hat. Aber auch ein echt gutes Motivationsteam sind die Zwei. So ist es halt hier ganz klar, wenn zwei "Hopp Schwiiz" rufen, dass dieser Ansporn mir gehört. :-)

Nun haben wir uns eine härzige Site auf dem Campingplatz im Goblin Valley ergattert. Von Steinen in beige bis rot sind wir mit Felswänden und Türmchen umgeben. Dennoch weit auseinanderliegend, dass die Sonne ihre Oktoberkraft voll zur Geltung geben kann. Hier beginnt der gemütliche Teil des Tages. :-)

 

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26. Oktober 2008

Nach einem gemütlichen Zmorgen, informierten wir uns im Visitor Center wo genau unser nächstes Ausflugsziel liegt. Der Little Wild Horse Canyon!



Nach einer kurzen, etwas holprigen Strasse kamen wir am Ausgangspunkt an, Wanderschuhe umgeschnallt, im Trailregister eingetragen und los gings. Ein kurzer Weg durch ein trockenes Bachbett und der Canyon war da.



Allerdings versperrte uns schon nach einigen Metern ein grosser Feldblock den Weg, so dass man die Kletterschuhe montieren hätten müssen. Wir beschlossen dann aber den Weg oben durch zu nehmen. Schliesslich kamen wir an eine Abzweigung und wir wählten zuerst den Bell-Canyon.



Aber auch hier blieb uns bei einigen Passagen das Klettern erspart! Mit vereinten Kräften schafften wir es jeweils eine Stufe höher! Sogar an einem Cookie-Test-Spalt kamen wir vorbei (den wir alle, rechts oder links, mit Bravour schafften)!

Nachdem wir den Bell Canyon durchquert hatten machten wir uns auf zum Little Wild Horse Canyon auf, wobei wir uns zwischendurch noch kurz stärkten. im Vergleich zum ersten Canyon fand ich diesen viel spektakulärer. an einigen Stellen verengte sich dieser (= Slot), und hatte eine wunderschöne Wellenform, oder auch sonst spezielle Steinstrukturen (Steinspecht war am Werk!) :-)

Als wir uns nach ca. viereinhalb Stunden kamen wir wieder beim Camper an und machten uns danach Südwärts auf die Reise weiter, mit dem Ziel den Capitol Reef National Park anzusteuern.

Der San Raffael Swell, wo wir momentan unterwegs sind, war schon mehrmals in Diskussion, den Status eines National Parkes zu erhalten. Schlussendlich hat man davon aber immer wieder abgesehen. Der Hauptgrund: Die Gegend ohne den Status National Park besser geschützt, da ein solcher Titel sehr viel mehr Touristen anziehen würde. Daran ist sicher etwas Wahres!

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