Ferientage- & Bilderbuch USA 2008

von Elisabeth Wöhrle, Karin Houriet & Thomas Friedli, erlebt vom 3. September bis 23. November 2008

2. Oktober 2008

Wir verschieben uns vom Grand Teton National Park nach Süden.(Vorher geniessen wir noch an einem schönen Plätzchen am Fluss den Sonnenaufgang, mit viel Gesellschaft, sprich andere Fotografen.) Nach langer Fahrt kommen wir am Ziel an. Unser Navigationsgerät hat uns zum KOA-Campground in Rock Springs gelotst. Dieses Ziel hatten wir eingegeben nachdem wir die super Beschreibung im Internet sahen... Campground mit Hot Tube! Als wir dort ankamen waren wir etwas enttäuscht. der Platz lag direkt neben irgendeiner Industrieanlage und war mehr nur eine Art Parkplatz als Campingplatz... und der Hot Tube war auch schon "Closed for the Season" (Wieder einmal mehr...) Nun ja, wir machten das Beste aus der Situation, gingen fürs Znacht nach Rock Springs und genehmigten uns eine feine Pizza im Pizza Hut!

 

 

 

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3. Oktober 2008

Allgemeine Stimmung nach einem Ortswechsel ist vorhanden. Deshalb suchen wir einen weiteren KOA-Campground auf. Diesmal versuchen wir unser Glück in der Flaming Gorge National Recreation Area, in Manila. Wo wir dann fündig wurden und um einiges mehr zufrieden sind.  Nachdem wir uns wieder mal mit feinen Hörnli gestärkt hatten, beschlossen wir ein DVD-Day einzulegen worauf wir zwei Filmli guckten...

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4. Oktober 2008

A WINTER STORM WARNING FOR HEAVY SNOW REMAINS IN EFFECT FROM 4 PM THIS AFTERNOON TO 6 PM MDT SUNDAY. WIDESPREAD SNOW WILL DEVELOP THIS AFTERNOON ABOVE 9000 FEET AND CONTINUE TONIGHT AND SUNDAY. A WINTER STORM WARNING MEANS SIGNIFICANT AMOUNTS OF SNOW, SLEET AND ICE ARE EXPECTED OR OCCURRING. STRONG WINDS ARE ALSO POSSIBLE. THIS WILL MAKE TRAVEL VERY HAZARDOUS OR IMPOSSIBLE.

 

Die nebenstehende Warnung wurde heute durch "The National Weather Service" bekanntgegeben. Was bleibt uns da anderes übrig, als auf dem Campingplatz zu verharren und dem beruhigenden und entspannenden Prasseln des Regens auf dem Camperdach zu lauschen? So genoss ich den feinen Duft (und den anschliessenden Verzehr) des Apfel-Zimt-Kuchens sowie des Risottos. Die Nachmittagsvorführung des Filmprogrammes (Into The Sun) war allerdings eine herbe Enttäuschung.

 

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5. Oktober 2008

Nochmals ein Tag Verlängerung auf demselben Campingplatz, da es Wettertechnisch nicht so super ist (Wind, Wind, Wind...) Die Zeit füllten wir mit Lesen, MP3-Player hören, Schiffliversenkis (Karin vs. Lisi), gmüetlich siii... Am Abend in Filmli gucken ("Sie nennen ihn Radio" ein super Filmli, ist also empfehlenswert, mit Tiefgang..).. und schon ist der Tag wieder vorüber!

 

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6. Oktober 2008

Heute hiess es nach mehreren Ruhetagen wieder mal früh aufstehen, denn der Wetterfrosch meint es gut mit uns. So machten wir uns, kaum wach, mit dem Camper ausgehend von Manila (Utah) gleich auf den Weg ein wenig südwärts, wo wir in der Umgebung des Sheep Creek während unserem Frühstück einen wunderschönen Sonnenaufgang genossen. Die Felswände begannen zu leuchten, wie auch der Stausee Flaming Gorge, welcher sich mit seinem dunkelblauen Wasser dazwischen bettet.

Gestärkt, so folgte doch wieder mal ein wenig Bewegung, nach 2-3 eher passiven Tagen während wir den Schneesturm / Regen abwarteten. Auch diese Tage des Abschaltens genossen wir in vollen Zügen!

...So radelten wir bergauf und bergauf und bergauf... wir wollen den Sheep Creek Trail besichtigen, welcher auch als Geological Loop angepriesen wird. Mit Handschuhen gerüstet machen wir uns auf die Räder. Ich keuche kurzatmig vor mich hin den Berg hinauf und beginne zu überlegen, auf welcher Meereshöhe wir uns befinden. Thomas meint später, auf ca. 2'000 bis 2'400 m.ü.m. Eine Bestätigung dass ich als Kilimanjaro-Besteigering denkbar ungeeignet wäre ;-). Doch auch die anderen zwei bestätigen mir, schon zu spüren dass die Luft dünn ist. Auf dem Weg fragen mich ein paar Amerikaner "did you road-run?" ...nein, bestimmt nicht! Nebst meiner Kondition auf dieser Höhe, wo ich mir sehr alt vorkomme, beschert die Natur uns mit den schönsten Farben! Auf der Höhe angelangt, sehen wir weitere Bergzüge welche mit Neuschnee gezuckert sind, um uns rotes, rosarotes oder gelbliches Gestein welches in der Sonne leuchtet, Herbstlaub, blauer Himmel und ein paar harmlose dunkelgraue Wolken ziehen beinahe zum berühren nahe über unsere Köpfe. Es folgt eine langverdiente Abfahrt wo ich bald mit Thomas verhandle, dass im Camper die Heizung bei unserer Ankunft höher gestellt werden soll. Meine Zehen "negele", Elisabeth klagt über kalte Fingerspitzen, Thomas meistert die eisig--kühle Abfahrt scheinbar problemlos mit Socken & Sandalen. Männer sind unverschämterweise einfach besser isoliert, stelle ich immer wieder fest! ;-)

 

 

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7. Oktober 2008

Thomas, wie immer ein Frühaufsteher ist "ausser Haus" als Elisabeth und ich aus den Federn kriechen. Die Betten, naja sind nicht sonderlich bequem, doch durch die körperlichen Aktivitäten sind wir abends meist so müde, dass die Qualität der Matratze kein Thema ist = Hauptsache ab in die Horizontale. Auch heute haben wir wieder einen erlebnisreichen Tag hinter uns und erwarten nun bald Thomas seine allabendliche Präsentation der gemeinsam geschossenen Fotos, wobei es sich meist um mehrere hundert pro Tag handelt.

 Um 9 Uhr morgens kam dann Thomas zurück in den Camper und wir genossen zusammen ein gemütliches Frühstück, wobei anfänglich meist wenige Worte gewechselt werden - zuerst auftauen / wach werden. Unser Kühlschrank ist inzwischen so leer wie noch fast nie und so steht sicherlich ein Einkauf auf dem Tagesprogramm... irgendwo. Da wir gestern erst gegen Abend auf diesem Campingplatz, auch in Flaming Gorge" eintrafen, möchte ich mich vor der Weiterfahrt hier etwas umsehen und so scheint es uns doch gemütlich, zum nächstgelegenen Overlook zu spazieren. Die Wanderung führt uns durch niedriges Buschwerk und dünn bewachsenen Tannenwald. Bevor wir aber unsere Wanderung starten, sorgt ein wohl junges Bighorn für Begeisterung, welches den Morgen wiederkauend, liegend auf unserem Campingplatz geniesst. Nach zahlreichen Fotos und versuchen das Tier an die Sonne zu locken / treiben, geht's dann doch los. Unterwegs begegneten wir noch zahlreichen Rehen.

Hier noch ein kurzer Kommentar zum Campingplatz (Red Canyon Campground): Wer also mal die Absolute Stille sucht, hier ist sie vorhanden. Draussen ist nichts zu hören, kein Lüftchen das irgendein Geräusch macht und auch kaum je mal ein Vogelstimmchen!  Thomas hat irgendwo gelesen dass es stiller sei als in einem Tonstudio! Faszinierend! :-)

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