Ferientage- & Bilderbuch USA 2008

von Elisabeth Wöhrle, Karin Houriet & Thomas Friedli, erlebt vom 3. September bis 23. November 2008

27. Oktober 2008

Wir geniessen heute unseren ersten ganzen Tag im Capitol Reef Nationalpark, welcher für uns alle Neuland ist. Die Unternehmenslust ist dementsprechend riesig und wir können uns bei all den Sehenswürdigkeiten kaum entschliessen, was wir uns als erstes zu Gemüte führen möchten.

So nehmen wir doch wieder mal unsere Rennvelos hervor und fahren morgens dem Scenic Drive entlang, um erste Eindrücke zu sammeln. Diese Route misst 18 km one-way. Den Beginn finde ich echt öde und frage mich sehr bald , weshalb dieser Strasse 18 km nachzufahren. Wir entfernen uns vom wunderschön gelegenen Campingplatz „Fruita“ zwischen herbstlichen Laubbäumen immer mehr und fahren den Sandhügel entlang. Doch nach ein paar Kurven verfärben diese sich von rot ins grünliche, gelb – eine Farbenvielfalt und Formenvielfalt öffnet sich unseren Augen. Der Weg führt uns ohne grossen Verkehr auf und ab bis ans Ende der Scenic Drive.

Vielleicht hat jemand meiner zwei Reisebegleiter hierzu noch mehr zu berichten. Denn nachmittags machten Thomas und ich eine wirklich wundervolle Wanderung, welche mir im jetzigen Moment die Eindrücke der Radtour in den Schatten / Hintergrund stellt.

Elisabeth machte es sich im Campingstuhl gemütlich, füllt uns aber auch den Wassertank, damit es abends für alle zu einer ausreichenden Dusche im Camper reicht. Thomas und ich machen uns auf die Socken, Elisabeth wird uns am Ende unserer Wanderung abholen um zu Dritt den Sonnenuntergang am Sunset Point geniessen zu gehen, was dann aber echt kurz ausfiel, da sich die Schatten immer wie mehr über die beeindruckende Landschaft warfen…

Aber die Wanderung möchte ich wirklich nicht missen!!! WOW! Wir starten nach der Radtour von morgens, mittags mit Omeletten à la Thomas gestärkt bei unserm Campingplatz „Fruita“ und meistern etliche Höhenmeter zum Cohab Canyon hinauf, so dass der mit reichlich herbstlichen Laubbäumen geschmückte Campingplatz schon bald tief unter uns liegt.

Die rund 3.5 stündige Wanderung führte uns weiter dem Flying Pan Trail entlang zum Cassidy Arch in den Grand Wash Trail. Steine, Steine ; Steine säumen den Weg in einer Farben- und Formenvielfalt wie ich sie noch kaum auf EINER Wanderung bestaunen durfte. Da gab es eckige schneeweisse Bitzen, welche mich als Geologischen Laien an Kalk erinnern, dann sah man ovale Kugeln welche schwarz einer Art Basalt gleichend den Wegrand säumten / in der Landschaft lagen als wären si vom Himmel gefallen, weit weg Berge welche ihre Steinschichten in verschiedenen Rottönen zur Schau stellten. Oft waren die Steine und Pflanzen so arrangiert wie in einem Pärkchen, doch hätte dies eine Menschenhand kaum liebevoller / schöner arrangieren können.

Um aber wirklich die Vielfalt dieser Wanderung nachvollziehen zu können, wäre eine reichhaltige Bilderreihe notwendig, oder aber besser: Besucht diese Region selber!  Thomas teilte ich anfangs der Wanderung mit: „Du hast immer so schöne Routenvorschläge ob mit Velo oder per Pedes, da ist es  grundsätzlich ein Fehler einen Vorschlag von Dir abzulehnen!“ Thomas fühlte sich wohl etwas geschmeichelt, ich bereue diese Aussage auch nach Vollendung dieser Wanderung absolut nicht! J

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28. Oktober 2008

Nachdem wir uns wieder mit einem Frühstück gestärkt hatten, fuhren wir los und verabschiedeten uns vom herbstlichen "Fruita-Campground". Ziel war heute eine Wanderung auf der wir zuerst zur Hickmann`s Brigde gingen ( Wirklich seeehr grosse Bridge... Hätte der Delicate Arch ein paar mal drin Platz!). Nach dieser Besichtigung zweigten wir ab und folgten dem Navajo Knobs Trail. Dieser führte uns in die Höhe von wo aus wir zuerst hinunter auf das Band gelber Bäume entlang dem Fremont River schauen konnten! Wunderschön! Später sahen wir dann von einem Aussichtspunkt  noch hinunter auf Fruita und den Campingplatz. Unterwegs waren wieder diese speziellen Steine welche Karin und Thomas auf ihrer Wanderung gesehen hatten zu erblicken! Mit diesen im Vordergrund und der Pectols Pyramid im Hintergrund ergab dies ein richtiges Bilderbuchfoto... ;-) (wobei wir hier mit diesem Motiv nicht die ersten wären... aber pssst!)

Zurück beim Camper führen wir dann Westwärts mit einigen Fotostopps um die herbstliche Landschaft einzufangen, und einem kurzen Stopp im Visitor Center wo wir uns erkundigten wo und ob es in Torrey einen Campground mit Hookup und wenn mgl einem Pool gäbe. Erfreut dass es da einen solchen zu finden gäbe zogen wir los... dort angekommen war dieser leider schon "Closed for the Season"... Also suchten wir uns den nächstbesten, wobei uns dieser auch nicht wirklich überzeugte...

Also folgte eine Lagebesprechung. Aufgrund verschiedener Morgen-Aufsteh-Gewohnheiten, Ausschlaf-Bedürfniss meinerseits und etwas Ferienkoller beschlossen wir für einmal in ein Motel zu ziehen! Gesagt getan. Nach einem Preisvergleich der zwei Motels von Torrey bezogen wir das Preisgünstigere, wobei natürlich auch noch eine Rolle spielte, dass in diesem ein Pool war der noch nicht Closed war! Nachmittag und Abend verbrachten wir Individuell  wozu wir Lust hatten und natürlich nicht zu vergessen sprichwörtlich Hunderte  von Fotos anzuschauen von den vergangenen Tagen und einem entspannendem Bad im Pool.

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