Ferientagebuch Kanada - USA 2006 von Karin Houriet & Thomas Friedli, erlebt vom 22. August bis 6. November 2006 |
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18. Oktober 2006 |
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| Jawohl, wir hatten Glück und der Tiogapass ist wieder offen! Obwohl wir schon früh über den Pass fuhren, war aber kaum Schnee zu sehen. Die Sperrung erfolgte also wohl nur aus Vorsicht!
Etwas naiv glaubten wir, hier problemlos noch einen Campingplatz, resp. einen freien Platz auf einem solchen zu finden. Weit gefehlt! Trotz den kühlen Temparaturen und der wegen den hohen Felswänden seltenen Sonne ist hier noch sehr viel los! Für die nächsten zwei Nächte hats jedoch gereicht. Alles andere dann später!
| Der Yosemite National Park und insbesondere der zentrale Teil, das Yosemite Valley sind berühmt für die vielen Wasserfälle. Fast so wie das Lauterbrunnental. Das Yosemite Valley ist jedoch einiges kleiner. Umso eindrücklicher sind dafür die vielen Wasserfälle. Als ich vor fünf Jahre im Frühling da war, konnte ich mindestens ein Dutzend zählen. Da ich von der Vergangenheit schreibe werdet Ihr es erahnen, dass wir heute weit weniger zählen konnten - nämlich gar keinen! Obwohl die Sierra Nevada von der Grösse und Höhe durchaus mit den europäischen Alpen zu vergleichen sind, finden sich hier keine Gletscher. Wenn im Sommer die Schneeschmelze vorbei ist, sind auch die Wasserfälle vorbei, das Tal wird trocken. |
19. Oktober 2006 |
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| Während dieser knapp zwei Tage, die wir in diesem Park verweilten, war wohl unsere Hauptaufgabe - die Sonne suchen! Die hohen Felswände liessen um diese Jahreszeit nur beschränkt Sonnenlicht durch! All die Wasserfälle und einige Seen, die wir aufsuchten, führten kein Wasser! Herbst ist diesbezüglich wohl etwas ungeeignet, um das Element Wasser im Yosemite Nationalpark zu bewundern.
Wir wussten die Zeit zu geniessen mit spielen, Sonne suchen und tanken, E-Mails abrufen (wobei wir momentan auch mit unserem Provider kämpfen, wir hoffen, alle Eure Mails und nicht nur den SPAM erhalten zu haben.), Pizza schlemmen --> hier gibt es wirklich feine Pizzas! Tipp für alljene, die noch auf der Suche eines feinen Italieners sind! ;-) |
Morgen geht's wohl weiter, da uns das Sonnenlicht hier etwas zu rar ist. Bei wärmeren Temperaturen wäre unsere Toleranzgrenze nicht so niedrig. Aber am Schatten ist es für uns zwei Sonnenverwöhnte direkt aus der Wüste, schon gerade eine Gratis - Kneipp - Kur!
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20. Oktober 2006 |
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| Neben den Wasserfällen im Yosemite Valley sind die Giant Sequoias der zweite interessante Höhepunkt in diesem National Park. Da die Zeit für uns zu knapp ist, um auch noch den Sequoia National Park, in welchem die grössten dieser riesigen Bäume zu finden sind, zu besuchen, nahmen wir uns heute ausführlich Zeit, die Marposa Grove zu besuchen.
Die Giant Sequoia Bäume sind die grössten Pflanzen der Welt. Zwar sind die Redwood Sequoias höher und eine mexikanische Baumart besitzt einen noch dickeren Stamm, doch was die gesamte Masse betrifft, haben die Giant Sequioas den Rekord inne. Diese Bäume werden bis zu 90 Meter hoch und können einen Durchmesser von bis zu 10m bekommen. Was mich am meisten fasziniert ist aber, dass sie asbesthaltig sind und zumindest in der Schweiz somit eigentlich Sondermüll sind. Diese Eigenschaft führt aber dazu, dass die Bäume 4000 Jahre alt werden, insbesondere auch, da sie wegen dem Asbest nicht brennbar sind. Ja sie brauchen gar Waldbrände, um sich fortpflanzen zu können! Die kleinen Tannzapfen die diese Bäume produzieren, sind so hart, dass sie sich nur bei sehr hohen Temparaturen öffnen.
| Solche Waldbrände durften wir heute live miterleben. Oder zumindest einige Miniwaldbrände. In den USA steht ein grosser Teil, wenn nicht gar der grösste Teil der Wälder unter Schutz, als sogenannte National Forests. Die Nutzung der Wälder ist daher eingeschränkt und das tote Holz bleibt so meistens im Wald liegen. Bei einem Waldbrand findet das Feuer so jeweils jede Menge trockenen Brennstoff vor. Vor allem in Nationalparks, wo natürliche Feuer nicht gelöscht werden dürfen. Das dies ein Problem ist, haben die Amerikaner auch festgestellt und so haben sie nun begonnen, das trockene Holz fein säuberlich zu unzähligen kleinen Haufen zusammenzurechen. Diese Haufen werden dann abe nicht aus dem Wald entfernt, sondern von der Nationalpark eigenen Feuerwehr angezündet. Damit das Feuer sich nicht unkontrolliert ausbreiten kann, steht neben jedem Haufen ein Feuerwehrmann in voller Montur und mit Wasserschlauch, um dann das Feuer zum gegeben Zeitpunkt wieder zu löschen. Ihr hört meinen Sarkasmus. Was mich vor allem ärgert ist, dass dies gerade heute und hier Zeugen dieses Schauspiels werden mussten und zweitens die hohen Preise für Brennholz. Fünf bis sechs Scheiter kosten in der Regel fünf Dollar. Kein Wunder sind die Amerikaner so abhängig vom Öl! Bei diesen Preisen würde auch ich auf eine Holzheizung verzichten!
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