Ferientagebuch Kanada - USA 2006

von Karin Houriet & Thomas Friedli, erlebt vom 22. August bis 6. November 2006

6. September 2006

Aus dem kleinen Stückchen ostwärts fahren wurde ein rechter Happen. Fast den ganzen Tag verbrachten wir, natürlich bei gemütlicher Fahrt und einigen Stopps, im Auto unterwegs.


Zuerst wurde die Aussicht nur leicht getrübt.

Wir verliessen nun den North Cascades Nationalpark wie gestern geplant und fuhren ostwärts. Es war sehr dunstig - kein ideales Fotowetter. Die Strasse, weiter auf dem Highway 20, führte uns über den Rainy Pass. Das Landschaftsbild ist ähnlich dem der Schweizer Alpen. Es wurde immer wie dunstiger... unsere Riecher gaben uns aber nun bald zu verstehen, dass die immer wie trübere Sicht nicht des Dunstes wegen ist. Es ist Rauch! Dieser beeinflusste dann unsere Weiterfahrt. Die Sicht wurde immer wie trüber währenddem wir Meile um Meile zurücklegten. Bei einem Visitor Center, am Highway 20 gelegen, machten wir kurzen Zwichenhalt wo uns eine Infotafel über das Ausmass dieses Waldbrandes Informierte. Dessen Rauch weitete sich enorm aus und deckte in etwa die Fläche der CH ab!


Washington nennt sich der "Ever Green State". Auf diesem für Washington doch sehr representativen Foto ist nicht ganz ersichtlich weshalb.

Da wir (gerade ;-) ) nicht in Stimmung waren in geräucherter Luft zu Campen, fuhren wir auf dem Highway 20 bis Okanogan und wechselten dort auf den Highway 174 - weiter ostwärts. Unterwegs hatten wir Gelegenheit für einen grossen Einkauf mit VIIIEL Gemüse und Früchten, welches wir die letzten Tage nur rar oder gar nicht in "Tante Emmas" Lädelchen erhielten.


Auch der Vollmond hatte mit dem Rauch in der Atmosphäre zu kämpfen.

Gute Gespräche kommen wenige zustande, ausser dem "How are you?" im Supermarkt an der Kasse. Zwischendurch gibt's aber doch sehr interessante Unterhaltungen mit Einheimischen, die uns hilfsbereit Tipps geben wie weiter - die natürlich auch ihren Gwunder stillen, woher wir denn kommen?! So gab uns ein gewisser Mister mit saftig grünem Rasen um sein haäuschen in der Wüste / oder ist es Steppe...den Hinweis, in Spokane habe es keinen Rauch mehr. Nach kurzer Kartenstudie war klar, welcher State Park wir nun zum Campieren anpeilen - der nächstgelegene ausserhalb von Spokane. "Farragut" war unser nächster Aufenthaltsort - erreicht via Highway 2 bis Spokane - Coeur d' Alene und dann ein Stückchen nordwärts zum Lake Pend Oreille.

Angekommen , nun im Staat Idaho, der sich der Patatoes States nennt, gabs's ihm zu Ehren Kartoffelstock, ein u feines Rindspläczli und Gurkensalat... Nach einem gemütlichen Abend it Vollmondgenuss und zirpenden Grillen, versanken wir müde in den Federn.

Zur Übersicht

7. September 2006

Früh wach, da gestern früh zu Bett gegangen, gibts Frühstück! Müesli in Variationen. Das meist leicht gesüsste Toastbrot kennen wir schon seit dem ersten Tag zur genüge und gestern habe ich wegen der Fahrt kein Brot gebacken - so muss Müesli her.


Bambies.

Nun wollen wir doch sehen, wo wir hier sind! Gestern waren wir kurz im Visitor Center dieses Parkes. Die Dame gab uns bereitwillig Auskunft und machte uns gwunderig, was uns hir erwarten wird, so dass sie uns überzeugte zwei Nächte zu bleiben. Der Park ist im Wald gelegen, wechselnd mit Wiese, welche aber sehr trocken ist. Wir befinden uns in etwa auf dem 47.5 Breitengrad, nördlicher als die CH, ...und es ist bedeutend milder als im Schweizer Ländle! Na, das nehmen wir!


Enten.

Es folgt eine genmütliche Velofahrt durch den Park an den Lake Pend Oreille. Wir sind alleine - es ist auch noch frühmorgens. Die Sonne scheint (wie immer) Ob es dunstig ist, oder ob's Rauch ist, können wir hier nicht mehr erruieren. Am See hat's einige Enten, die uns einen Moment Morgenunterhaltung liefern, währenddem wir zwei noch etwas schläfrig auf dem Bänkchen sitzen. Die Velofahrt führt auf gemütlichem Weg wieder zu unserem mobilen Zuhause zurück, wo wir unterwegs zwei "Bambi" treffen, die wohl gerade so gwunderig zu uns schauen, wie wir zu ihnen - etwas Respekt ist aber doch dabei, so dass die beiden weiter ziehen.


Immer gegenwärtig: Eichhörnchen!

Wir lernten im Laufe des Nachmittags nebst den Eichhörnchen, die hier ganz andere Laute von sich geben als im North Cascades Nationalparks, die Hosts dieses Campgroundes, Luise und Joe kennen. Ein Pärchen das schon viel gereist ist und noch grosse Pläne hat. Sie geben uns Tipps für die Weiterreise, erzählen uns von ihren Erlebnissen, dem letztjährigen Aufenthalt in der Schweiz, wir tauschen Internetadressen aus (siehe bei "Weiterführende Links) ...später bringt uns Joe Reiseunterlagen für den Yellowstone Nationalpark und Glacier Nationalpark vorbei die wir (natürlich) behalten können...

Morgen geht's weiter nordwärts an den Lake Koocanusa, wo uns unzählige Hikintrails erwarten und wundervolle Natur - wie uns Luise und Joe schwärmend erzählten!

Zur Übersicht

8. September 2006

Wie geplant packen wir heute Morgen unser Wägelchen und fahren nordwärts. Nach kurzer Zeit steht neben unserer Fahrstrecke ein Quiltlädelchen, dass ich unbedingt sehen muss. Währenddem Thomas die Zeit nutzt, um von dessen Parplatz aus, eine Internetverbindung herzustellen und Mails abzurufen, inspiziere ich diesen Shop und bewundere diese Werke. Edith, da müsstest Du dabei gewesen sein! :-) Nicht ohne ein Souvenir verlasse ich mit Thomas Hilfe den Laden. Weiter geht's nordwärts via Sandpoint und nach dem Dörfchen "Bonners Fy" biegen wir rechts ab auf den Highway 2. Rassig gehts nun weiter bis zum Koocanusa See. Dort suchen wir zuerst Campingplätze, die auf unserer Karte eingetragen sind, aber nicht auffindbar sind. Einen finden wir dann, haben aber das Gefühl, wenn wir nicht dort fest zu wohnen beginnen, sind wir Aussenseiter. Weiter gehts nordwärts dem Stausee Koocanusa entlang. Ein weiterer Campground ist von der Strasse aus beschildert. Wir treffen diesen ausgestorben an. Gerne geniessen wir die Zweisamkeit, aber dies ist nun doch etwas zu ruhig hier! Zudem sind die Sanitären Anlagen von Fliegen besiedelt, so dass wir auf dem Parkplatz an einem Tischchen ein kleines Zmittag einnehmen und die Lage neu beurteilen.


Thomas bei seiner Hauptbeschäftigung: "Cookies essen"

Der Lake Koocanusa ist ein laaanger Stausee, nicht vollständig mit Wasser gefüllt und deswegen sieht dessen Uferzone etwas karg aus. Unsere Erwartungen waren wohl auch etwas höher gesteckt, nach der Schwärmerei von Luise und Joe, so dass wir wiederum in den Camper sassen und am nördlichen Ende des Lake Koocanusa auf dem Highway 93 via Withefish bis in den Glacer National Park fuhren und uns dort ein Plätzchen suchten - in "Apgar".

Nach dem Abendessen folgte die obligate Fotoschau dieses Tages und die Programmbesprechung von morgen.


Der erste Eindruck im Glacier National Park ist etwas "rauchig".

Zur Übersicht

Fortsetzung

up | Home | Madeira | Florida | Gästebuch | Kontakt

©2006 Photo- und Videoservices Friedli